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Vogelwelt. Meldungen (Teil 1)

Magnetfeld - Zählungen - Vogelgruppen - Eigenheiten

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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14.2.2003: Prämien für Adlerabschüsse in Graubünden bis 1945

aus: NetzNatur, 3sat, 14.2.2003, 2:25-3:25



Bis 1945 wurden für den Abschuss von Adlern im Kanton Graubünden Prämien bezahlt. Es bestand der Vorwurf, der Adler würde Murmeltiere und Gemskitze ausrotten.

Für die Ausrottung von wilden Tieren ist aber nicht der Adler, sondern der Mensch selber verantwortlich, der dauern weiter Lebensräume für Tiere zerstört.


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Katzen gegen Vögel - Hauskatzen nehmen lieber Wiskas

Information von Katzenhalter Aldo Stern, Basel, Offizier a.d., Juli 2004

Katzen

-- Katzen, die Whiskas fressen, gehen nicht mehr auf Vogeljagd

-- streunende und ausgesetzte Katzen jagen Tiere bis zur Grösse von Jungkaninchen, bringen Vögel, Meerschweinchen, Amseln nach Hause, Beutetiere bis ca. 1 kg (langjährige Beobachtung von Hern Stern)

-- Katzen, die im Wald geboren sind, lernen die Jagd und bleiben auf der Jagd und können nicht umerzogen werden (langjährige Erfahrung von Herrn Stern)

-- Wildkatzen sind für Vögel die gefährlichsten Tiere; die Wildkatze ist das schnellste Tier, das es gibt für Vögel

-- Wildkatzen kennen die Abflugswinkel der Vötel und springen exakt dort hinein

-- Wildkatzen kriegen jeden Vogel

-- Katzen, die im Haus geboren sind, machen Jagd um die Näpfe, gehen nicht in den Wald zur Jagd auf Vögel; das Ziel ist geändert: der Napf. Die Hauskatze kennt keine Abflugwinkel der Vögel; wenn sich Tiere um die Katze herum bewegen, ist es Spiel.

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Blick online, Logo

Zugvögel orientieren sich mittels des Magnetfelds der Erde, das für sie sichtbar ist

aus: Blick online: Vögel sehen Magnetfeld der Erde;
http://www.blick.ch/news/tierwelt/voegel-sehen-magnetfeld-der-erde-31861

<OLDENBURG (D) – Zugvögel nehmen das Magnetfeld der Erde mit hoher Wahrscheinlichkeit als visuellen Eindruck wahr. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler der Universität Oldenburg, der TU München und der Ruhr-Universität Bochum, wie die Einrichtungen am Mittwoch mitteilten. Die Forscher konnten nachweisen, dass eine offenbar für die Wahrnehmung von Magnetfeldern zuständige Molekülsorte im Auge von Zugvögeln – sogenannte Cryptochrome – mit einem visuellen Nervenschaltkreis im Gehirn der Tiere verbunden ist.

«Es scheint tatsächlich so zu sein, dass die Vögel das Magnetfeld sehen können», sagte Dominik Heyers vom Oldenburger Institut für Biologie und Umweltwissenschaften.

Mit Verhaltensstudien und mikrochirurgischen Eingriffen stellten die Wissenschaftler fest, dass die Signale dieser Moleküle in dem für die Verarbeitung visueller Informationen zuständigen Thalamus zusammenlaufen. Für die Tiere ist dies überlebenswichtig: Jedes Jahr machen sich Millionen Zugvögel im Herbst auf die Reise zu ihren Überwinterungsgebieten in südlichen Regionen, um im folgenden Frühling zurückzukommen und zu brüten. Die dabei benötigte Zielgenauigkeit verdanken sie der Fähigkeit, das Erdmagnetfeld zur Orientierung zu nutzen. (AP)>
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n-tv online,
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8.5.2010: Zugvögel fliegen nach dem Magnetfeld - mit doppelter Sicherung

aus: n-tv online: Verirren fast unmöglich: Doppelter Magnetsinn bei Zugvögeln; 8.5.2010; http://www.n-tv.de/wissen/weltall/Doppelter-Magnetsinn-bei-Zugvoegeln-article861614.html

<Zugvögel verfliegen sich selten. Bei ihren Reisen über tausende Kilometer hinweg orientieren sie sich am Magnetfeld der Erde – allerdings nicht nur mit Hilfe ihres Sehzentrums, sondern auch über einen zweiten Magnetsensor im oberen Teil ihres Schnabels.

Das haben Wissenschaftler der Universität Oldenburg und der neuseeländischen Universität Auckland herausgefunden. Deren Versuche zeigten, dass bei Rotkehlchen zwei Regionen im Hirnstamm aktiv sind, wenn sich die Vögel in einem sich regelmäßig ändernden Magnetfeld befinden. Das berichtet das Team um Dominik Heyers von der Arbeitsgruppe Neurosensorik in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften ("PNAS").

Verbindung zum Hirnstamm

Die Versuche wurden an Rotkehlchen durchgeführt.

Die neuen Resultate liefern Hinweise darauf, dass im Oberschnabel befindliche eisenmineralhaltige Kristallstrukturen, die über Nervenbahnen mit dem Hirnstamm verbunden sind, diese Aktivierung verursachen. "Die Eisenkristalle fungieren als Magnetfeldsensor", heißt es bei den Forschern. Die Kristalle funktionierten wie eine "Karte", mit der die Zugvögel ihren Standort bestimmen, vermutet das Team. Das visuelle System diene höchstwahrscheinlich als Kompass, der die Richtung liefere.

Dass Vögel das Magnetfeld mit hoher Wahrscheinlichkeit auch über ihr Sehzentrum wahrnehmen, hatten Forscher bereits zuvor berichtet. Theoretische Überlegungen zur Magnetfeldnavigation gibt es seit 1859. Der erste Beweis dafür, dass Vögel einen Magnetkompass nutzen, stammt aus den 1960er Jahren von Professor Wolfgang Wiltschko von der Universität Frankfurt: In einem inzwischen klassischen Experiment zeigten Rotkehlchen in einem Magnetfeld gleicher Intensität, aber gedrehter Richtung ein verändertes Richtungsverhalten.

Visueller Eindruck

2008 hatten britische Forscher Moleküle geschaffen, die auf Magnetfelder reagieren, die ähnlich schwach sind wie jenes der Erde. Das Erdmagnetfeld hat eine Stärke von 50 Mikro-Tesla, das ist etwa 10.000 Mal schwächer als ein Magnet zum Anheften von Notizen an einer Pinnwand. 2009 zeigten die Neurosensorik-Forscher aus Oldenburg, das Zugvögel die Richtung des Magnetfeldes mit hoher Wahrscheinlichkeit als visuellen Eindruck wahrnehmen.

Noch im vergangenen Oktober waren die Oldenburger Forscher davon ausgegangen, dass die Magnetitkörnchen in der oberen Schnabelhaut keine entscheidende Rolle für den Magnet-Kompass spielen. Nachdem die Nervenverbindung zwischen den Körnchen und dem Gehirn inaktiviert worden war, konnten die Vögel immer noch problemlos ihren magnetischen Kompass nutzen. Diese Magnetitkörnchen waren 1997 im Schnabel von Brieftauben entdeckt worden.

dpa>

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n-tv online,
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Madagaskar 26.5.2010: Vogelwelt: Seit 20 Jahren kein Delacour- Zwergtaucher auf Madagaskar mehr gesehen - wohl ausgestorben

aus: n-tv online: Welt & All: Lange nicht gesehen: Zwergtaucher wohl ausgestorben; 26.5.2010;
http://www.n-tv.de/wissen/weltall/Zwergtaucher-wohl-ausgestorben-article890774.html
  
<Oft wird der Delacour-Zwergtaucher mit anderen Zwergtauchern verwechselt.

Der Delacour-Zwergtaucher gilt nun offiziell als ausgestorben. Nach Auskunft der internationalen Vogelschutzorganisation BirdLife wurde das Tier seit nunmehr 20 Jahren nicht mehr in seiner Heimat Madagaskar gesichtet. Mitverantwortlich dafür waren laut BirdLife das Einsetzen exotischer, fleischfressender Fischarten in einige Seen der Insel und das Ersticken in Nylon-Fischernetzen. Hinzu kam die dramatische Veränderung der Mikrofauna durch die Einleitung von Dünger in den See und die Verlandung der Ufer.

Bei einer ausgedehnten Suche im Jahr 2009 konnten Wissenschaftler den Wasservogel, der auf dem Alaotra-See im Osten der ostafrikanischen Gewürzinsel vorkam, nicht mehr entdecken. Bereits im Jahre 2000 hatten sich einige Ornithologen darauf festgelegt, dass die Art verschwunden sei. Bei allen angeblichen Funden in anderen Regionen Madagaskars habe es sich um Verwechslungen mit dem nahe verwandten Zwergtaucher gehandelt, berichtet die in Genf beheimatete Organisation BirdLife.

Die Zahl der Delacour-Zwergtaucher (Tachybaptus rufolavatus) war zuletzt rapide zurückgegangen: 1960 wurden auf dem Alaotra-See, dem größten Süßwassersee des Inselstaates, noch 50 Delacour-Zwergtaucher gezählt, 1982 nur noch 12 und 1988 gerade mal zwei.

Nach Angaben des Naturschutzbundes Deutschland NABU sind von den weltweit rund 10.000 Vogelarten bereits 132 Arten ausgestorben. Rund zwölf Prozent aller Vogelarten sind nach Angaben der Weltnaturschutzunion IUCN vom Aussterben bedroht oder gelten als besonders gefährdet.

dpa>

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Spiegel
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Deutschland 27.5.2010: Vogel-Grosszählung ergibt Rückgang bei Spatzen und Zunahme bei Grünfink, Zaunkönig und Krähen etc.

aus: Spiegel online: Garten-Inventur: Vogelzähler sehen Spatzen auf dem Rückzug; 27.5.2010;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,697072,00.html

<dpa

Spatz: Bei der neuen Gartenvogelzählung wurden weniger Haussperlinge gezählt als zuvor.

Gründliche Inventur in Deutschlands Gärten und Parks: 40.000 Freiwillige haben am zweiten Maiwochenende mehr als 800.000 Vögel gezählt. Die meisten Arten haben den kalten Winter gut überstanden - doch manche sind auf dem Rückzug.

Spatz, Amsel und Kohlmeise bleiben die häufigsten Vögel in Deutschlands Gärten und Parks - [beim Spatz] allerdings mit fallender Tendenz. Bei der diesjährigen Gartenvogelzählung des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu) bestätigte sich der Trend, dass die Zahl der Spatzen abnimmt. "Sogar in Berlin wurden 16 Prozent weniger Haussperlinge gezählt als 2009, in Mecklenburg-Vorpommern war es etwa ein Viertel weniger", sagt Nabu-Präsident Olaf Tschimpke. Dabei stehe Berlin, seit Jahren Spatzen-Hauptstadt, generell noch sehr gut da, betonte Nabu-Vogelexperte Markus Nipkow. Die Ursachen für die Veränderungen will der Umweltverband nun näher untersuchen.

Entwarnung gebe es hingegen bei den Grünfinken, die 2009 in einigen Regionen massenhaft an einer Krankheit starben. "Die Population der Grünfinken ist stabil geblieben, bundesweit wurden sogar vier Prozent mehr Vögel dieser Art gemeldet", sagt Nipkow. In Berlin, wo besonders viele Grünfinken der Infektion mit Trichomonaden zum Opfer fielen, ging ihre Zahl jedoch um ein Drittel zurück.

Kälteempfindliche Arten wie der Zaunkönig haben den strengen Winter gut überstanden. Vor allem im Nordwesten Deutschlands wurde der Winzling wieder häufiger gesehen, nachdem der Bestand vor zwei Jahren bundesweit stark zurückgegangen war. Besonders erfreulich: Der Gartenrotschwanz, der in einigen Bundesländern auf der Roten Liste der gefährdeten Vögel steht, wurde doppelt so oft gemeldet wie im Vorjahr.

Am zweiten Maiwochenende nahmen bundesweit rund 40.000 Menschen an der "Stunde der Gartenvögel" teil und zählten von Balkon oder Parkbank aus mehr als 800.000 Vögel. Die Aktion veranstaltet der Nabu zusammen mit dem bayerischen Landesbund für Vogelschutz seit 2005. Dieses Jahr können die punktuellen Ergebnisse, die teils auch von Witterungseinflüssen abhängen, erstmals mit denen früherer Jahre verglichen werden. "Für uns Vogelkundler ist es sehr wichtig, Langzeitdaten auch von verbreiteten Vögeln zu sammeln. Das gab es zuvor gar nicht", sagt Nipkow.

Krähen griffen Passanten an

Gut repräsentiert in Deutschland sind nach wie vor die Krähen. In Berlin gibt es laut Nabu etwa 5000 Nebelkrähen-Brutpaare. Die Population wächst: Bei der Vogelzählung wurden in Berliner 17 Prozent mehr Nebelkrähen registriert als im Vorjahr.

Die Vögel machen zuweilen auch Ärger: In Bremen und Berlin hatten in dieser Woche Krähen Passanten und Radfahrer angegriffen. Angst vor solchen Attacken in der Stadt ist nach Ansicht von Vogelexperten dennoch unbegründet. "Es passiert jedes Jahr zur Brut- und Jungtierzeit, dass ein paar hormonell aufgedrehte Nebelkrähen aus Angst um ihren Nachwuchs potentielle Angreifer verscheuchen wollen", sagt Nipkow. "Aber längst nicht jedes brütende Paar reagiert so."

Auch Mäusebussarde und Raben reagierten manchmal ähnlich, sagte Nipkow. Im Mai ist die Zeit für Brut und Aufzucht der Jungtiere, die unter dem Schutz der Eltern ihre ersten Flugversuche unternehmen. Dann gibt es jedes Jahr auch einzelne Angriffe auf Menschen, die den Jungtieren unwissend zu nahe kommen. Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zählt offiziell einen bis drei dieser Vorfälle pro Jahr, wahrscheinlich seien es jedoch mehr.

boj/dpa>

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gmx online,
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5.6.2010: Eine Vogel-Voliere ist mit verschiedenen Vögeln möglich

aus: gmx: Tiere: Vogel-WG: Sittiche passen zu kleinen Papageien; 5.6.2010;
http://portal.gmx.net/de/themen/wissen/tiere/10546400-iptc-tmn-20100603-20-dpa_25034216.html#.00000002

<Düsseldorf (dpa/tmn) - In einer Voliere lassen sich durchaus mehrere Vogelarten halten. Beachten müssen Halter dabei, dass die Tiere ähnliche Anforderungen an die Haltung und das Futter haben und ähnlich groß sind.

Wellensittiche unter sich: Aber auch gemischte Vogelarten harmonieren in einer Vogel-WG - zum Beispiel kleine Papageien und Sittiche.

Das erläutert der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) in Düsseldorf. Wellen- und Nymphensittiche passen zum Beispiel gut zusammen. Wer es noch vielfältiger haben will, kann eine solche Gemeinschaft um Grassittiche und kleine Papageien wie Sperlingspapageien oder auch Unzertrennliche erweitern. Wellensittiche kommen in der Regel auch gut mit Kanarienvögeln aus. Letztere vertragen sich etwa mit Prachtfinken, Girlitzen oder Zeisigen.

Egal welche Kombination: Alle Vögel müssen genug Platz zum Fressen und Baden haben. Deshalb empfehlen die Experten zum Beispiel für eine Gruppe von zehn Vögeln eine Voliere mit einer Grundfläche von mindestens vier Quadratmetern.>

Kommentar
Also für einen Vogel allein wäre für ein annehmbares Käfig-Leben eine Voliere von 10 mal 10 mal 10 Metern angebracht.

Michael Palomino, 5.6.2010

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Spiegel
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23.8.2010: Vogel im Triebwerk - der Flughafen Frankfurt liegt auf der Flugroute von Zugvögeln

aus: Spiegel online: Frankfurter Flughafen: Hightech gegen Vogelschlag; 23.8.2010; http://www.spiegel.de/reise/deutschland/0,1518,713298,00.html
  
<REUTERS

Flugzeug in Vogelschwarm: Gefahr für die Triebwerke vor allem bei Start und Landung

Mit Spezialkameras will der Frankfurter Flughafen künftig Kollisionen der Maschinen mit Vogelschwärmen verhindern. Schon einzelne Tiere können ein ganzes Flugzeug gefährden - und die Einflugschneise der neuen Landebahn Nordwest kreuzt die Route Zehntausender Zugvögel.

Frankfurt/Main - Mit Glück entgingen die 155 Passagiere des Airbus A320 einer Katastrophe: Kurz nach dem Start auf dem New Yorker Flughafen kollidierte im Januar 2009 die Maschine mit einem Schwarm Vögel. Die Triebwerke fielen aus - und eine spektakuläre Notwasserung auf dem Hudson River war die Folge.

Am Frankfurter Flughafen hat es bislang noch keine Beinahe-Katastrophen durch Vogelschlag gegeben. Doch mit der neuen Landebahn Nordwest steigt das Risiko. Die landenden Maschinen werden dort ab Herbst nächsten Jahres die traditionellen Routen der Vögel entlang des Mains kreuzen. Deshalb will der Flughafenbetreiber die Unfallgefahr mit einem modernen Überwachungssystem reduzieren.

Dass Vogelschlag am Frankfurter Flughafen schon immer ein Thema ist, belegt ein Gutachten des Deutschen Ausschusses zur Verhütung von Vogelschlägen im Luftverkehr (DAVVL). Demnach hat es von 2001 bis 2004 mehr als 330 Zusammenstöße von Vögeln und Flugzeugen gegeben. Auch darum war es eine Auflage für den Bau der neuen Landebahn, die Wege der Vögel genau zu beobachten und das Risiko von Unfällen zu verringern. Erstmals weltweit soll die Gefahr des Vogelschlags nun mit einem komplexen Überwachungssystem aus Kameras verringert werden. "Wir haben da Neuland betreten", sagt der Ingenieur Holger Vogel von Carl-Zeiss-Optronics.

Kameratürme an der Einflugschneise

Er und sein Team entwickelten im Auftrag von Fraport das System Mivotherm. Die Höhe der Kosten wollte er nicht verraten. Drei fast zehn Meter hohe Kameratürme sollen künftig die Vögel in der Nähe der Einflugsschneise fest im Blick haben. Nach Angaben des Ingenieurs steht einer davon direkt an dem Punkt, an dem die Flugzeuge tief über den Main fliegen, zwei weitere rund drei Kilometer entfernt. "So können wir die Flugbahn von Vögeln ziemlich genau vorhersagen, weil sie in dieser Höhe meist konstant bleiben", sagt Vogel.

Dafür fotografieren die Kameras 25 Mal pro Sekunde die Tiere, erfassen ihre Position und ermitteln die weitere Route. "So wird berechnet, ob und wann ein Zusammenprall mit einem landenden Flugzeug zu erwarten ist", fügt der Ingenieur hinzu. Selbst in der Nacht, bei Nebel und Schnee könnten die Vögel mit Wärmebildkameras identifiziert werden.

"Mivotherm schätzt dann auch das Gefährdungspotenzial der Vögel für die Flugzeuge ein", sagt Ingenieur Vogel. Das System unterscheide dabei Größe und Anzahl der Vögel. "Eine große Gruppe kann beispielweise alle Treibwerke treffen", beschreibt Vogel ein mögliches Szenario. Um genau so etwas zu verhindern, würden die entsprechenden Warnungen an die Deutsche Flugsicherung (DFS) weitergeleitet. "Durch die DFS werden dann die anfliegenden Piloten informiert", sagt Fraport-Mitarbeiterin Sina Mackenrodt. Ob das Flugzeug dann lande, entscheide letztlich immer der Kapitän.

Dass es sich bei Unfällen zwischen Vögeln und Flugzeugen nicht um Lappalien handelt, bestätigt die staatliche Vogelschutzwarte in Frankfurt. "Das größte Problem gibt es bei Starts und Landungen. Dann befinden sich die Vögel mit 90 bis 150 Metern auf der gleichen Höhe wie Flugzeuge", sagt Wissenschaftler Martin Hormann. So habe beispielsweise die israelische Luftwaffe mehr Maschinen durch Vogelschlag verloren als durch kriegerische Einsätze.

"Die Schäden können gravierend sein", betont Hormann. Schon eine kleine Kohlmeise könne bei einem Zusammenprall mit einem landenden Flugzeug wie ein Geschoss wirken. "Außerdem werden Flughäfen oft dort gebaut, wo Zugvögel fliegen. Das ist auch in Frankfurt der Fall", sagt der Experte. Über das Rhein-Main-Gebiet würden beispielsweise zweimal im Jahr 100.000 Kraniche ziehen. Schon allein deshalb sei ein Überwachungssystem sinnvoll. Das sieht die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie genauso. Sie prämierte das Mivotherm-Projekt im vergangenen Jahr mit dem renommierten Lilienthal-Preis für innovative Ideen rund um die Luft- und Raumfahrt.

Marco Pecht, ddp>

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17.9.2010: Lichtverschmutzung in der Nacht bewirkt frühere Eiablage der Weibchen und früheres Singen und mehr Fremdgehen der Männchen

aus: gmx: Grossstadtlicht beeinflusst Liebesleben der Singvögel; 17.9.2010;
http://portal.gmx.net/de/themen/wissen/tiere/11187342-Licht-beeinflusst-Liebesleben.html

<Seewiesen/Berlin (dpa) - Zu viel künstliches Licht beeinflusst das Liebesleben heimischer Singvögel. Großstadtlicht und Straßenbeleuchtung bringen das Paarungsverhalten von im Wald brütenden Singvögeln durcheinander.

Hell erleuchtet sind die Büro-Hochhäuser am Potsdamer Platz (Archivbild). Zu viel künstliches Licht beeinflusst das Liebesleben heimischer Singvögel.

Das berichten Wissenschaftler des Max-Planck-Institutes für Ornithologie in Seewiesen (Bayern) am Donnerstag in der Onlineausgabe der Fachzeitschrift "Current Biology". Sie haben Amseln, Rotkehlchen, Blaumeisen, Kohlmeisen und Buchfinken entlang von Waldrändern beobachtet und den Einfluss der Lichtverschmutzung auf deren Brutzeiten untersucht.

"Wir haben bei den Vögeln in Straßennähe mehrere Effekte festgestellt: Die Weibchen legen früher ihre Eier und die Männchen beginnen morgens eher ihren Gesang", sagte der Vogelkundler Professor Bart Kempenaers der Nachrichtenagentur dpa. Teilweise würden sie bis zu eineinhalb Stunden eher trällern.

Außerdem seien die frühen Sänger wesentlich erfolgreicher bei der Suche einer Partnerin zum Fremdgehen. Das ergaben zusätzliche Untersuchungen des Blaumeisen-Liebeslebens. Für die Studie beobachtete das Team um den Verhaltensökologen die Tiere während einer Brutperiode von etwa drei Wochen und an zwölf unterschiedlichen Standorten - die Hälfte dieser war künstlichem Licht durch Straßenlaternen ausgesetzt.Ob diese Veränderungen des Paarungsverhaltens die Singvogelpopulationen positiv oder negativ beeinflussen, ist noch unerforscht. "Das müssen weitere Studien zeigen", sagte Kempenaers.>

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17.9.2010: 70% der Krähen in Neukaledonien stochern mit Stäbchen nach Käferlarven - <die meisten Neukaledonien-Krähen essen mit Stäbchen>

aus: gmx; 17.9.2010; http://portal.gmx.net/de/themen/wissen/tiere/11187930-Kraehen-essen-mit-Staebchen.html

<London (dpa) - Wie Menschen Messer und Gabel, so nehmen auch Tiere "Besteck" zur Nahrungsaufnahme zu Hilfe. Eine Gruppe von Wissenschaftlern aus Oxford hat jetzt den Werkzeuggebrauch bei Neukaledonien-Krähen (Corvus moneduloides) genauer untersucht.

Eine Krähe hält ein Stöckchen als Werkzeug im Schnabel .

Die meisten dieser Vögel greifen zu Stöckchen, um nach Käferlarven zu stochern, die in verfaulenden Baumstämmen versteckt sind, wie die Experten in der US-Fachzeitschrift "Science" berichten.

Die cleveren Tiere - auch als Geradschnabelkrähen bekannt - kommen nur auf Neukaledonien im Südpazifik vor. "Die Vögel sind extrem schwer zu beobachten", sagte der deutsche Wissenschaftler Christian Rutz, der die Studie leitete. Deshalb haben die Forscher zu einem Trick gegriffen, um Erkenntnisse aus Videoaufnahmen wissenschaftlich zu untermauern: Sie suchten in den Federn der Vögel nach bestimmten Varianten chemischer Elemente, die im Gewebe der im Holz verborgenen Larven vorkommen.

Das Ergebnis der Untersuchung war verblüffend. 70 Prozent der Krähen innerhalb einer Population hatten die Larven gefressen und mussten somit die Werkzeuge benutzt haben - obwohl der Gebrauch der Stöcke schwer zu lernen und damit vor allem für Jungvögel extrem zeitraubend ist. Offensichtlich sind die stark fetthaltigen Käferlarven ein Leckerbissen für die Vögel.

Bisher war der gezielte Gebrauch von Werkzeugen nur bei wenigen Tierarten, vor allem bei Menschenaffen wie Schimpansen und Orang- Utans aber auch bei Fischottern nachgewiesen worden. "Es gibt nur eine Hand voll Tierarten, die in Freiheit und ohne Training durch den Menschen Werkzeuge benutzen", erläuterte Rutz.

In einem nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler nachweisen, dass Tiere, die Werkzeuge gebrauchen, sich innerhalb einer Population besser durchsetzen können und damit überlebensfähiger sind. "Diesen Schritt haben wir bisher noch nicht geschafft", sagte Rutz.>

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n-tv
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27.9.2010: Entzündungsmedikament Diclofenac bei Rindern angewandt provoziert Vogelsterben bei Geiern in Indien, wenn die Geier die Kadaver der "heiligen Kühe" fressen

Eine
                Schachtel "Diclofenac", ein
                "Entzündungshemmer" [1]. Das Fleisch wird
                vergiftet, und Geier, die die Rinder fressen, sterben
                dann an Nierenversagen
Eine Schachtel "Diclofenac", ein "Entzündungshemmer" [1]. Das Fleisch wird vergiftet, und Geier, die die Rinder fressen, sterben dann an Nierenversagen

Wenn die Chemieindustrie ein Medikament oder ein Präparat erfindet, dann ist vordergründig ein Nutzen da, aber vielleicht viele Nebenwirkungen. Im vorliegenden Fall sind die Nebenwirkungen für Geier tödlich. Danke "Diclofenac", dass du Geier tötest. Die Geier haben nie etwas getan, sondern sie sind quasi eine Müllabfuhr für Kadaver. In Indien, wo "heilige Kühe" massenweise sterben, sind die Geier die Beseitiger der Kühe. Dumm nur, dass indische "Industrielle" glaubten, sie müssten der Chemie-Industrie vertrauen und Diclofenac gegen Entzündungen bei Rindern einsetzen. Heute gibt es fast keine Geier mehr in Indien. Hat die Chemie-Industrie für den Schaden je bezahlt? Das steht natürlich wieder nicht im Artikel. Das wäre ja etwas Neues, wenn die gierige Chemie für Schäden bezahlt, die die Pillen anrichten. Dann hätte man ja die Nebenwirkungen anerkannt, und dann würden weitere Forderungen kommen. Aber lesen Sie selbst:

aus: n-tv online: Diclofenac tötet: Schnelltest soll Geier retten; 27.9.2010;
http://www.n-tv.de/wissen/Schnelltest-soll-Geier-retten-article1582971.html

<In Indien herrscht ein katastrophales Geiersterben, drei Arten sind inzwischen fast ausgestorben. Der Grund: der mit der Nahrung aufgenommene Entzündungshemmer Diclofenac. Forscher der Universität München entwickeln einen Schnelltest, der die Nahrung darauf untersuchen soll.

Mindestens drei Geierarten sind in Indien vom Aussterben bedroht, und schuld ist der Entzündungshemmer Diclofenac. Er wurde zwar inzwischen in der Tiermedizin verboten - doch mit der Kontrolle haperte es. Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) haben einen Schnelltest entwickelt, der zum Erhalt der Arten beitragen soll: Für die von Aussterben bedrohten Geier wurden in Nordindien Aufzuchtstationen eingerichtet, jetzt kann das Futter dort auch wirksam untersucht werden, so dass es Diclofenac-frei ist und den kleinen Geiern nicht schadet. Derzeit werde der Test erprobt, 2011 könnte er regulär eingesetzt werden. Bis die ersten Tiere in die Wildbahn entlassen werden, dürften allerdings mindestens zehn Jahre vergehen.

Diclofenac sei in Indien anders in Europa in den 1990er Jahren auch für Rinder zugelassen gewesen, erläuterten die TUM-Forscher. Fressen Geier deren Kadaver, so nehmen sie den Wirkstoff auf. Die Tiere sterben dann an Nierenversagen. Die Populationen von drei Arten ­- Indischer Geier, Bengalengeier und Schmalschnabelgeier ­- seien bereits auf drei Prozent ihres ursprünglichen Bestandes reduziert. 2006 sei Diclofenac deshalb in der Tiermedizin verboten worden, doch eine wirkungsvolle Kontrolle fehle.

Farbreaktion gibt entscheidenden Hinweis

Für den Schnelltest stellten die TUM-Forscher zuerst einen sehr spezifischer Diclofenac-Antikörper her. Mit dessen Hilfe sei dann ein hochempfindlicher immunologischer Test zur Bestimmung des Wirkstoffs entwickelt worden.

Anhand einer Farbreaktion könne auch das Personal der Aufzuchtanlagen schnell feststellen, ob das Futter unbelastet ist und den Jungtieren gefüttert werden kann. "Mit unserem Verfahren vereinfachen wir den Nachweis von Diclofenac in tierischem Gewebe erheblich", sagte Professor Dietmar Knopp, dessen Team den Test entwickelt hat. Ein Speziallabor sei nicht mehr nötig. "Der Test wird deutlich kostengünstiger und schneller."

Diclofenac auch in Europa gefunden

Auch in Europa könnte ein solcher Test in Zukunft gebraucht werden. Diclofenac, von dem laut TUM allein in Deutschland pro Jahr über 80 Tonnen verkauft werden, gehört zu den am häufigsten in Oberflächenwasserproben gefundenen pharmazeutischen Wirkstoffen. Denn Kläranlagen könnten das Arzneimittel nicht zu hundert Prozent abbauen, sagte Knopp. Es werde daran gearbeitet, die Abbaubarkeit zu verbessern. Dazu wiederum sei ein schneller und einfacher Test notwendig. In ersten Versuchen in Kläranlagen in Deutschland und Österreich habe der Test schon angeschlagen.

dpa>

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Spiegel
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14.11.2010: <1000 Fragen: Warum bleiben Zugvögel nicht im Süden?>

Weil es im Süden knapp wird, wenn alle Vögel dort bleiben würden. Aber lesen Sie selbst:

aus: Spiegel online; 14.11.2010; http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,725966,00.html

<Winterlager nur als Notlösung: Zu Tausenden entfliehen Schneegänse der kalten Jahreszeit

Wenn der Herbst naht, machen sich die Zugvögel auf den Weg in den Süden. Dort finden sie Nahrung und Lebensraum, sie müssen keinen frostigen Winter überstehen. Aber warum bloß sind sie Pendler und kommen immer wieder zurück, wo es doch im Süden so behaglich ist?

Es ist die größte Reisewelle auf unserem Planeten: Milliarden Zugvögel machen sich im Herbst auf den Weg in ihre Winterquartiere - der nahende Winter treibt Kranich, Storch und Co. in den Süden. Hier finden sie Nahrung und Lebensraum, bis es sie im nächsten Frühjahr wieder zurück in den Norden zieht.

Doch warum nehmen die Zugvögel diese Reisestrapazen auf sich - warum bleiben sie nicht einfach für immer im Süden?

"Der Norden bietet den Vögeln im Sommerhalbjahr viel Nahrung und optimale Bedingungen zur Aufzucht der Jungen", sagt Vogelexperte Julian Heiermann vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Um den Zusammenhang zu veranschaulichen, zieht er einen Vergleich zum Reiseverhalten des Menschen: "Manch einer denkt an einem warmen Urlaubsstrand, hier könnte man doch für immer bleiben. Aber der Broterwerb und die gemütliche Wohnung treiben uns dann schließlich doch wieder ins Heimatland."

In den Winterquartieren sind die Lebensbedingungen für die gefiederten Wintergäste oft gar nicht so optimal. Hier leben bereits viele Vögel das ganze Jahr über - die Zugvögel müssen also mit den ansässigen Arten um Nahrung und Lebensraum konkurrieren.

Der europäische Sommer bietet dagegen paradiesische Verhältnisse: Während in manchen Winterquartieren Hitze und Trockenheit einziehen, gibt es im Sommerhalbjahr des Nordens Nahrung und Nistplätze im Überfluss. Etwa 200 europäische Vogelarten sind deshalb Pendler - das Winterquartier ist nur ihre Notlösung.

Sogar Deutschland ist ein Überwinterungsland für Zugvögel: "Zum Beispiel der Seidenschwanz, der im Sommer in Skandinavien und Sibirien lebt, verbringt den Winter bei uns, bis es ihn wieder in den hohen Norden zieht", sagt Heiermann. Vögel sind nicht versessen aufs Reisen - wenn es sich anbietet, vermeiden sogar einige Arten die weite Reise. "Der Star ist beispielsweise ein solcher Teilzieher, der sein Zugverhalten den Umständen anpasst", sagt Heiermann. Manche Starenpopulationen fliegen im Winter nicht in den Süden, sondern ziehen stattdessen in unsere Großstädte, wo sie ebenfalls Nahrung und gemütliche Quartiere finden.

fro/dapd>

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20 minuten
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16.12.2010: Broschüre, wie man Vögel im Winter richtig füttert - Information der Vogelwarte Sempach

aus: 20 minuten online: Sempach LU: Vögel richtig füttern ist schwierig; 16.12.2010;
http://www.20min.ch/news/zentralschweiz/story/24241765

<von Martin Erdmann - Vögel füttern wird zur Wissenschaft: Hygiene und die richtige Futtermischung müssen eingehalten werden – sonst kann das Vogelhaus zur Todesfalle werden.

Früher war das Leben noch einfach: Für das Füttern von Amseln, Buchfink und Co. im Winter nahmen Tierfreunde ein Vogelhäuschen und einen Sack mit Samen zur Hand. Doch nun wird dieses Vorhaben so richtig kompliziert – wenn man sich an die neue Broschüre der Vogelwarte Sempach hält. Dort wird Tierfreunden zum Beispiel nahegelegt, Futter ohne exotische Inhaltsstoffe wie Palmöl, Kokosfett oder Erdnüsse zu verwenden. Ausserdem wird auf die unterschiedlichen Essgewohnheiten zwischen Korn- und Insektenfressern hingewiesen. Zu guter Letzt soll darauf geachtet werden, dass die Futterstelle frei von Vogelkot ist – putzen mit heissem Wasser ist angesagt. «Durch Kot auf dem Futter kann es zu seuchenartigen Erkrankungen kommen», erklärt Maria Nuber von der Vogelwarte Sempach.

Die Vogelwarte Sempach gab eine Broschüre über sachgemässe Fütterung heraus. (Colourbox) Bildstrecken Kleine Tiere, grosser Jöh-Effekt

Den umfangreichen Ratgeber habe die Vogelwarte herausgegeben, weil sich immer mehr Personen nach einer artgerechten Fütterung erkundigen würden. Nuber: «Früher wurde einfach alles verfüttert. Heute wollen die Leute wissen, was für die Vögel schädlich ist.» Das sei auch gut so, denn: «Falsche Ernährung kann bei Vögeln zu Magenschmerzen, Durchfall oder im Extremfall zum Tod führen.»

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Spiegel
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22.12.2010: Füttern der Vögel im Winter verändert die Vogelwelt

aus: Spiegel online: Meisenknödel: Füttern verändert die Vogelwelt; 22.12.2010;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,735650,00.html

<Von Magdalena Hamm

ddp

Kohlmeisenmännchen: Wohlgenährte Singvögel verschieben den Morgengesang auf später

Im Winter versorgen viele Deutsche wild lebende Vögel mit Futter - und sorgen damit für einen Expertenstreit. Einige warnen vor Krankheitsgefahren und Verhaltensänderungen. Andere sehen es als moralische Pflicht. Tatsächlich kann das Füttern zur Entstehung neuer Vogelarten führen.

Im Winter entdecken viele Menschen ihr Herz für Tiere, kaufen Meisenknödel und Körner, um die daheimgebliebenen Vögel zu versorgen. Im Durchschnitt geben die Deutschen dafür 15 Millionen Euro jährlich aus, in diesem Jahr dürfte es angesichts des harten Winters noch etwas mehr werden. Obwohl das winterliche Vogelfüttern längst zu einem Massenphänomen geworden ist, entfacht sich jedes Jahr aufs Neue ein Streit unter Vogelexperten.

Der Deutsche Naturschutzbund (Nabu) warnt vor den Gefahren des Fütterns: Die Piepmätze könnten sich im dichten Gedränge um die Futterstelle gegenseitig mit Krankheiten anstecken. Die Organisation billigt die Vogelspeisung daher nur bei geschlossener Schneedecke oder Frost.

Der emeritierte Professor des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen, Peter Berthold, hält das Füttern dagegen für "unsere moralische Pflicht" und sähe es am liebsten, wenn nicht nur im Winter, sondern das ganze Jahr über Körner gestreut würden. Schließlich hätten wir die Landschaft so stark verändert, dass die Vögel nicht mehr genug Nahrung fänden.

Fakt ist, dass das Verhalten des Menschen das der Vögel beeinflusst. Das belegt auch eine neue Studie, die Zoologen der Universität Basel kürzlich im Fachblatt "Animal Behaviour" veröffentlicht haben. Demnach fangen gefütterte Kohlmeisenmännchen durchschnittlich 20 Minuten später an zu singen als Artgenossen, die sich ihr Futter selbst suchen müssen. Die Wissenschafter haben ihre Ergebnisse daher so zusammengefasst: "Wer Vögel füttert, kann morgens länger schlafen."

Die ersten Kohlmeisen beginnen schon kurz nach Weihnachten, wenn die Tage wieder länger werden, ihren Gesang zu üben. Im Frühjahr zwitschern die Männchen dann, um ihr Revier zu verteidigen und Weibchen anzulocken.

Das Schweizer Forscherteam um Katja Saggese stattete im März 2007 14 Meisenreviere im Stadtgebiet von Oslo mit Futtersilos und Meisenknödeln aus; genauso viele Reviere dienten als Vergleichgruppe und blieben unbestückt. Jeweils vor der Fütterung, am Ende der zweiwöchigen Fütterungszeit und nochmals zwei Wochen danach nahmen die Forscher den Gesang der Männchen mit Richtmikrofonen auf - je eine Stunde vor und nach Sonnenaufgang.

Wer später singt, dem könnte das Weibchen untreu werden

Auch zwei Wochen nach der Fütterungszeit sangen die verköstigten Meisenmännchen noch verzögert. Was menschliche Langschläfer freuen dürfte, gibt Saggese und ihren Kollegen Anlass zur Sorge. Sie vermuten, dass das reiche Nahrungsangebot Rivalen angelockt haben könnte. Wahrscheinlich müssten die Männchen schon früh morgens ihr Revier verteidigen und kämen deshalb erst später zum Singen.

Wie die Forscher schreiben, sei der Morgengesang aber wichtig, um das eigene Weibchen daran zu hindern, fremdzugehen. Für gefütterte Meisenmännchen bestehe demnach eine erhöhte Gefahr, fremde Jungen aufzuziehen und den eigenen Fortpflanzungserfolg einzubüßen. Die Biologen raten daher, spätestens Ende März mit dem Füttern aufzuhören, damit sich die Tiere ungestört ihrem Brutgeschäft widmen können.

Peter Berthold, ein deutsches Ornithologie-Urgestein, hält das für eine gewagte These. "Gutgenährte Männchen stehen später auf, weil sie gelassener sind und nicht in die sogenannte 'Hungerunruhe' verfallen", so seine Erklärung. So wie Menschen auf Diät oft ein, zwei Stunden früher aufwachen, würden auch hungrige Vögel aus dem Schlaf gerissen, um nach Futter zu suchen. "Das dürfte für die gefütterten Männchen aber kein Nachteil sein. Wohlgenährt wie sie sind, können sie einem Eindringling einfach eins auf die Mütze geben."

Laut Berthold hat die Fütterung vor allem positive Effekte. Studien zeigten, dass die Tiere früher brüten, mehr Eier legen und ihre Jungen eher überleben, wenn sie von Menschenhand gefüttert werden. Er hält deshalb auch ein ganzjähriges Angebot für sinnvoll.

"Mit unserer perfektionierten Landwirtschaft haben wir vielen Vögeln die Nahrungsgrundlage entzogen, da ist es nur richtig, wenn wir sie dafür entschädigen", sagt Berthold. Früher hätten die Tiere auf den Äckern einen reichgedeckten Tisch vorgefunden, sie fraßen die Samen von Wildkräutern und schnappten nach Insekten, die von Klatschmohn oder Kornblume angezogen wurden. "Ich habe ausgerechnet, dass allein auf den Weizenfeldern eine Millionen Tonnen Sämereien zu holen waren", bei der heute praktizierten Monokultur und dem Einsatz von Herbiziden sei davon kaum etwas übrig geblieben. "Alle Meisenknödel zusammen können diesen Verlust nicht einmal annähernd ersetzen."

Das Füttern könnte die Evolution der Vögel beeinflussen - [Mönchsgrasmücken überwindern in England statt in Spanien]

Einzelne Arten scheinen gut mit der neuen Nahrungsquelle zurecht zu kommen. So kehrte eine Population von Mönchgrasmücken ihrem typischen Winterdomizil Spanien in den Sechzigerjahren den Rücken und flog stattdessen nach Großbritannien. Es hatte sich wohl herumgesprochen, dass die Briten besonders freigiebig mit dem Vogelfutter sind. Mit der Zeit entwickelten die Großbritannien-Überwinterer sogar andere körperliche Merkmale. Sie haben zum Beispiel kürzere Flügel, die sich weniger für Langstreckenflüge, dafür aber besser zum Manövrieren in der Stadt eignen. Auch ihre Schnabelform ist eher ans Körnerpicken angepasst, als daran Oliven von den Bäumen zu pflücken.

Vergangenen Winter postulierten Freiburger Forscher schon die Aufspaltung der zwei Populationen zu je einer eigenständigen Art. "Bis dahin können aber noch gut 2000 bis 3000 Jahre vergehen", vermutet Berthold. "Es sei denn die beiden Ökotypen entwickeln zu stark unterschiedliche Dialekte." Wenn sich die Tiere untereinander nicht mehr verständigen können, könnte die Artbildung schon in einigen hundert Jahren erfolgen.

Berthold sieht es gelassen, dass die winterliche Tierliebe der Menschen die Vogelwelt so stark beeinflusst. "Niemand weiß, wie sich die Umweltbedingungen in den nächsten Jahrhunderten entwickeln werden. Ob dann die eine oder die andere Art im Vorteil ist, ist eine pure Lotterie.">

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20 minuten
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5.1.2011: Massenhaft sterben Vögel und Fische

aus: 20 minuten online: Immer unerklärlicher: Massaenhaftes Tiersterben - auf der ganzen Welt; 5.1.2011;
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/Massenhaftes-Tiersterben---auf-der-ganzen-Welt-12400193

<von Karin Leuthold
- Vögel fallen vom Himmel, Fische treiben im Wasser: Das mysteriöse Tiersterben ist nicht mehr nur auf die USA beschränkt. Die Erklärungen sind teils absurd.

[Details]:

In der schwedischen Stadt Folköping sind am 5. Januar 2011 rund 1000 tote Dohlen gefunden worden. Der Amtsveterinär nahm fünf Vogelkadaver mit, um die Todesursache zu erforschen. Die Todesursache bleibt aber noch unklar.

Am 4. Januar 2011 wurden bei der Ortschaft Pointe Coupee im Bundesstaat Louisiana 500 verendete Vögel gefunden. Die Kadaver lagen auf einer Landstrasse.

Rund 500 Kilometer nördlich von Pointe Coupee hatte nach der Sylvesternacht ein erstes mysteriöse Vogelsterben im Bundesstaat Arkansas weltweite Schlagzeilen gemacht.

Das mysteriöse Vogelsterben von Beebe ist nach ersten Einschätzungen von Wissenschaftlern durch Feuerwerk verursacht worden. Die fast 5000 getöteten Tiere seien vermutlich erschrocken, hätten die Orientierung verloren und seien dann gegen Häuser, Autos und andere Hindernisse geflogen, sagten Ornithologen.

Die Einwohner der US-Kleinstadt Beebe waren an Neujahr von einem massenhaften Vogelsterben überrascht worden. Zudem waren in der Ortschaft Ozark, etwa 200 Kilometer vom Fundort der Vögel, auf dem Fluss Arkansas 100 000 tote Fische auf einer Strecke von 30 Kilometern gefunden worden. In Beebe habe es regelrecht tote Vögel geregnet, teilte die Jagd- und Fischereikommission des Bundesstaates Arkansas am nächsten Tag mit. Die Stadtreinigung hat mehr als 5000 Kadaver aufgesammelt. Es sei schon merkwürdig, dass die Putzequipe mit Gasmasken und chemischen Schutzkleidern unterwegs sei, meinten die Nachbarn. Bei den meisten Tieren handle es sich um Rotschulterstärlinge, erkennbar an ihren roten Flügelflecken.

[Mutmassungen um die Ursachen für das massenhafte Vogelsterben und Fischsterben]:

Das Massensterben in der Tierwelt geht weiter: Nach dem mysteriösen Tod von mehreren hunderttausend Vögeln und Fischen in Arkansas und von 500 Vögeln in Point Coupee, Louisianna, sind vier weitere Fälle bekannt geworden. Im US-Bundesstaat Maryland, in Brasilien und in Neuseeland sind tote Fische aufgetaucht. Die schwedische Zeitung «Aftonbladet» meldet den mysteriösen Fund von etwa 1000 toter Dohlen in der rund 150 km nordöstlich von Göteborg gelegenen Stadt Falköping.

Die jüngste Entdeckung in Schweden macht das Massensterben immer geheimnisvoller. Ein Vogelexperte vermutete gegenüber der schwedischen Nachrichtenagentur, die üblicherweise in grossen Gruppen übernachtenden Dohlen seien wohl gleichzeitig aufgeschreckt worden und dann ziellos herumfliegend mit verschiedenen Hindernissen kollidiert. Der Ornithologe Anders Wirdheim erklärte, dass es sich sowohl in Schweden als auch bei den in den USA beobachteten Fällen von Vögelmassensterben jeweils um Arten gehandelt habe, die gemeinsam und in grossen Gruppen übernachten.

Ursache ist unklar, Theorien gibt es viele - [Gift ist es nicht - Vermutung von heimlichen Hochfrequenzwaffen oder Verschiebung des Magnetfelds]

Wie die Zeitung «The Advocate» meldet, sind bei Chesapeake Bay mehrere tausend tote Fische angeschwemmt worden: «Wir haben junge Menhaden und Barsche gefunden», sagt Dawn Stoltzfus vom Umweltdepartement Maryland. Die brasilianische Zeitung «Parana Online» meldet, dass 100 Tonnen toter Sardellen an den Stränden von Paranagua angespült wurden. Auch in Neuseeland sollen laut einem Bericht des «New Zealand Herald», bei Little Bay und Waikawau Bay Hunderte toter Snapper gefunden worden sein.

Das Massensterben mobilisiert viele Verschwörungstheoretiker. Während die Behörden niemandem «absichtliche Aktionen» unterstellen, weil bislang keine Giftspuren bei den Tieren gefunden worden sind, häufen sich die Vermutungen der Internetgemeinde: sie sind zwischen einigermassen plausibel und absolut haarsträubend zu bezeichnen.

So wird behauptet, die US-Regierung habe in der Silvesternacht eine neue biologische Waffe getestet. Die mutigsten der Verschwörer sprechen gar von einem akustischen Hochfrequenzarsenal. Andere versteigen sich in die These, dass die Vögel ihre Orientierung verloren haben, nachdem sich das elektromagnetische Feld der Erde verschoben hat.

Es passiert öfter, als man meint - [eisige Temperaturen als Ursache?]

Wissenschaftler reagieren mit einem Lächeln, wenn sie mit solchen Szenarien konfrontiert werden. Eine klare Begründung für das Massensterben haben sie aber auch nicht. Die Theorie Knallkörper und Böller hätten die Vögel aufgeschreckt, lässt sich jedenfalls nicht halten. Eine mögliche Erklärung für die gehäuften Todesfälle könnten die eisigen Temperaturen sein: Durch den sehr kalten Winter in Nordamerika und Europa und dem damit einhergehenden Mangel an Nahrung seien die Tiere zusätzlich geschwächt. Dies erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass verschreckte Vögel massenhaft gegen Hindernisse prallten und zu Tode stürzten, sagt der schwedische Vogelkundler Wirdheim.

Auch in den USA will man auf die Verschwörungstheorien nicht eingehen. Richard Gibbons, vom Vogel- Konservierungscenter in Louisiana, schüttelt den Kopf. «Massensterben sind nicht so ungewöhnlich», meint er. Er glaubt, dass dies öfters stattfinde, allerdings auf abgelegenen Feldern und deshalb unbeachtet bleibe.>



Ein paar Lesermeinungen

Adlerauge am 06.01.2011 09:39

Magnetfeld

In den letzten 400 Mio Jahre gab es hunderte von sog. Polsprüngen (Magnetfeldumkerung). Im Schnitt ca. alle 250'000 Jahre. Die Letzte vor 730'000 Jahre. Wäre also überfällig. Das Magnetfeld der Erde wird seit 150 Jahren schwächer (10%). Gefahr besteht keine. Aber es kann sein, dass für einige Minuten (Simulationen sprechen von 15 Min) das Magnetfeld in einer begrenzten Region sich verändern kann. Könnte mir vorstellen, dass so ein begrenztes Ereignis auftrat und die Vögel aus Panik losgeflogen sind und dann an Erschöpfung starben. Rätselhaft bleibt es trotzdem.

  • roger am 06.01.2011 08:56

    was nun

    Man müsste mal die Ortschaften auf einer Weltkarte einzeichnen und schauen wie sie verbunden sind. ich glaube weder an geister noch an sonstiges hirngespenste... aber wie man seit moanten beobachten kann, passieren auf unserer erde katastrophale dinge in kurzen abständen. soviel wie noch nie und so häufig wie noch nie zuvor. tiere sind sehr sensibel was veränderungen angeht.... tiere können auch vorboten sein..man sieht es auch schon tage vor einem vilkan ausbruch...das sich die tiere in der umgebung anders verhalten. es ist und bleibt bedenklich...


  • New World am 06.01.2011 08:18

    Feuerwerk? Für wie dumm hält ihr uns...

    "Vögel aufgeschreckt vom Feuerwerk"...dass ich nicht lache! Als wären noch nie Feuerwerk am Silvester gezündet worden. Längst ist klar, und nicht erst seit wikileaks, dass viele geheime Aktionen hinter dem Rücken der "normalen" Bevölkerung durchgeführt werden, macht mal die Augen auf!


  • w.e am 06.01.2011 01:13

    HAARP, täuscht euch nicht...

    Haarp lässt grüssen. auch chile soll von haarp betroffen worden sein...


  • Johannes am 05.01.2011 22:20

    so steht es geschrieben

    und sehet die vögel werden vom himmel fallen ..... wurde das nicht so in der offenbahrung geschrieben???

  • Roger am 05.01.2011 21:40

    Hindernisse?

    Ich frage mich, in was für Hindernisse die Vögel auf offener Strasse geflogen sind. Auf den Bildern ist z.T. weit und breit kein Hindernis zu sehen.



HOBBYFORSCHER gg am 05.01.2011 21:32

Infraschall

Waffen, könnte sein,aber in dem ausmaße hätten auch Menschen was abbekommen müssen! INFRASCHALL liegt mir sehr nahe!Tiere reagieren sensibel darauf! Menschen nehmen diesen Schall eher mit depressionen wahr! Wird sogar in manchen Filmen angewendet,also eine Tieftonkulisse, nicht wahrnehmbar fürs Ohr,um ängste hervorzurufen! Kommt nicht schlecht bei einem Schocker;
  • susi am 06.01.2011 14:06

    wir werden gewarnt

    Ja, sieht ganz nach Haarp oder anderen Waffen aus. Auszuschließen für dieses Entsetzliche Geschehen ist die Änderung des Magnetfeldes/Polsprung aber auch nicht. Vorboten für was auch immer in jedem Fall. Wir können später nicht sagen, wir sind nicht gewarnt worden. Schicken wir unsere Gebete los. Mögen die VÖgel sanft ruhen.


  • Gunar Meiler am 06.01.2011 13:56

    2012 ist Weltuntergang

    Das sind die Vorboten für den 2012 vorgesehenen Weltuntergang. Die Sonne kommt der Erde 2012 gefährlich nahe. Die Nasa warnt vor Sonneneruptionen. Es werden sehr starke Sonnenstürme erwartet, die die Elektrizität und Elektronik zum Erliegen bringen werden, d.h. dass die Hochspannungsleitungen verglühen und die riesigen Trafos explodieren werden.


  • Peter am 06.01.2011 13:35

    Die Wahrheit ist...

    Ausserirdische und CIA haben mit den Daten des Mayakalenders HAARP manipuliert, das hat einen Polsprung ausgelöst und dadurch wurden Satelliten zu Vogel- und Fischkillern umprogrammiert. Am 21.12.12 um 21:12 schlägt der Mayakalender gnadenlos zu. Man kann sich aber dagegen schützen wenn, ein bestimmtes Mantra singt, Germanium einnimmt, den Kopf mit Alufolie einwickelt und einen Salzkristallstein rotieren lässt, dadurch werden irreversible Transversalwellen erzeugt, die einen Dimensionssprung ermöglichen. Wer das nicht macht wird in einem Hologramm weiterleben und glauben es sei nichts passiert


  • Holmes am 06.01.2011 12:42

    Feuerwerkskörper?! Haha!

    Immer wieder lustig was die Regierung und Forscher dem "Null-Ahnung-Bürger" ins Hirn pflanzen wollen. Ich stimme New World voll und ganz zu; Irgendwas wird versucht zu vertuschen... Sei es nun eine neue Waffe oder ein Szenario ala "2012". Beweisen lässt sich leider gar nichts... Spätestens wenn es zu Spät ist wird man uns dann informieren.


  • Diego am 06.01.2011 11:16

    Das ist keine Verschwörungstheorie

    Das die Pole in kürzeren oder längeren abständen Switchen ist keine Verschwörungstheorie!!!


  • Adlerauge am 06.01.2011 09:39

    Magnetfeld

    In den letzten 400 Mio Jahre gab es hunderte von sog. Polsprüngen (Magnetfeldumkerung). Im Schnitt ca. alle 250'000 Jahre. Die Letzte vor 730'000 Jahre. Wäre also überfällig. Das Magnetfeld der Erde wird seit 150 Jahren schwächer (10%). Gefahr besteht keine. Aber es kann sein, dass für einige Minuten (Simulationen sprechen von 15 Min) das Magnetfeld in einer begrenzten Region sich verändern kann. Könnte mir vorstellen, dass so ein begrenztes Ereignis auftrat und die Vögel aus Panik losgeflogen sind und dann an Erschöpfung starben. Rätselhaft bleibt es trotzdem.


  • Avalon am 06.01.2011 09:01

    Haarp

    Ich sage nur: HAARP! Genau in Schweden steht nämlich eine riesen Anlage!


  • roger am 06.01.2011 08:56

    was nun

    Man müsste mal die Ortschaften auf einer Weltkarte einzeichnen und schauen wie sie verbunden sind. ich glaube weder an geister noch an sonstiges hirngespenste... aber wie man seit moanten beobachten kann, passieren auf unserer erde katastrophale dinge in kurzen abständen. soviel wie noch nie und so häufig wie noch nie zuvor. tiere sind sehr sensibel was veränderungen angeht.... tiere können auch vorboten sein..man sieht es auch schon tage vor einem vilkan ausbruch...das sich die tiere in der umgebung anders verhalten. es ist und bleibt bedenklich...


  • New World am 06.01.2011 08:18

    Feuerwerk? Für wie dumm hält ihr uns...

    "Vögel aufgeschreckt vom Feuerwerk"...dass ich nicht lache! Als wären noch nie Feuerwerk am Silvester gezündet worden. Längst ist klar, und nicht erst seit wikileaks, dass viele geheime Aktionen hinter dem Rücken der "normalen" Bevölkerung durchgeführt werden, macht mal die Augen auf!


  • Arnold am 06.01.2011 07:40

    Wissenschaftler reagieren mit einem Lächeln

    Die Wissenschaftler reagieren mit einem Lächeln, wenn sie mit solchen Szenarien konfrontiert werden.... ...eine klare Begründung für das Massensterben haben sie aber auch nicht! Klein wenig Arrogant die Wissenschaftler nicht? Ich für meinen Teil werde wieder einmal die Offenbarung durchlesen; da ja die Wissenschaft ausser einem Lächeln nichts zu bieten hat!


  • w.e am 06.01.2011 01:13

    HAARP, täuscht euch nicht...

    Haarp lässt grüssen. auch chile [wegen des Erdbebens] soll von haarp betroffen worden sein...


  • Lebendiger Buntspecht am 05.01.2011 22:27

    Maya's ?

    Wenn unsere schlauen Maya's so sicher sind mit dem Weltuntergangs-Datum, weshalb haben sie dann nicht gewartet bis zu jenem Zeitpunkt? Oder gibt es noch einige versteckt am Machu- Picchu oben ?


  • Johannes am 05.01.2011 22:20

    so steht es geschrieben

    und sehet die vögel werden vom himmel fallen ..... wurde das nicht so in der offenbahrung geschrieben???


  • mimi 11 am 05.01.2011 21:48

    umweltkatastrophen

    ich finde es schlimm jede 5 minuten wird ein Stück Regenwald abgeholzt das so gross ist wie drei Fussballfelder! Somit verschwindet auch die Arten- vielfalt.Ich kann mir vorstellen,dass es immer weniger Tiere und Pflanzen geben wird:das heisst,wir sind dann auch nicht mehr da.Irgendwann gibts keines von beidem mehr.Aber das ist uns ja egal es sind ja dann sowieso unsere Kinder denen das passiert.


  • Roger am 05.01.2011 21:40

    Hindernisse?

    Ich frage mich, in was für Hindernisse die Vögel auf offener Strasse geflogen sind. Auf den Bildern ist z.T. weit und breit kein Hindernis zu sehen.


HOBBYFORSCHER gg am 05.01.2011 21:32

Infraschall

Waffen, könnte sein,aber in dem ausmaße hätten auch Menschen was abbekommen müssen! INFRASCHALL liegt mir sehr nahe!Tiere reagieren sensibel darauf! Menschen nehmen diesen Schall eher mit depressionen wahr! Wird sogar in manchen Filmen angewendet,also eine Tieftonkulisse, nicht wahrnehmbar fürs Ohr,um ängste hervorzurufen! Kommt nicht schlecht bei einem Schocker;) meine Quelle-Wikipedia Infraschall... Steck gerade auf google earth die Gegenden ab um ein Muster zu finden! Erdbeben, Naturkatastrophen usw. bringen Infraschall hervor!


  • Waffe am 05.01.2011 21:17

    Peter K.

    So etwas kann HAARP anrichten. Einige Länder sind in Besitz einer solchen Radio Funkwellen Waffe. Googelt mal nach HAARP Projekt. Mann kann damit in die Erdschichten schauen, in grosser tiefe mit U-Booten kommunizieren das Wetter manipilieren und auch Erdbeben auslösen.


  • Alfonso am 05.01.2011 21:10

    Da ist doch sicher was faul!...

    ... oder wie soll man sich dann erklären, dass die Vögel völlig verstreut auf Strassen und Feldern liegen, wenn sie doch gegen eine Hauswand etc. geprallt sein sollen? Dann würden sie zu Haufen unter solchen Hindernissen liegen. Sonderbar ist auch, dass die mit der Aufräumarbeit beauftragten Amerikaner alle Schutzmaske und -anzug tragen... als wüssten sie mehr.

  • nancyboy am 05.01.2011 20:13

    erhöhung der frequenz

    die erde erhöht ihre frequenz. dies wird nicht von jeder art ertragen. auch wir menschen spüren die veränderungen. die theorie mit den böllern dient nur zur beruhigung der massen.


  • manuel c am 05.01.2011 20:12

    Polsprung

    Dies sind erst die Vorwehen, erste Zeichen des Polsprung. Richtig geht es erst 2012 los. Ich rate euch jetzt schon ab 2012 nicht mehr zu Fliegen! Wegen den Sonnenstürmen die Magnetischenfelder werden die Elektronik auschalten.


  • Roli Hartlöffler am 05.01.2011 18:51

    Hey .. wacht auf

    Beim letzten Walsterben waren gewisse Arten dran und keiner wusste wieso. Die Viecher haben ein eigenes Organ zur Orientierung. Wenn sie also tief abtauchen machen sie Klickgeräusche um sich in der Dunkelheit ein Bild zu machen. Das Militär machte zufälligerweise Übungen in der Zeit mit derselben Technologie, nur x-mal stärker. Für die Tiere ein tödlicher Schock. Schätze das wird bei dieser Vogelsache dasselbe sein. Der Mensch hat keine Ahnung und es ist ihm egal bis er selber abge"pingt" wird.



  • Ph. Burri am 05.01.2011 17:54

    Der Maya-Kalender lässt sich grüssen

    Der Weltuntergang steht ja bevor. Zuerst die Tiere, dann am 21.12.2012 sind wir Menschen dran.

  • Laredo am 05.01.2011 17:50

    Böses Omen?

    Solche Massensterben von verschiedenen Tieren gab es schon immer. Man denke auch an die Lemminge, die zu Tausenden die Klippen hinunterstürzen. Dank weltweiter medialer Technik erfährt man eher davon, was früher nur die Lokalpresse am Rande erwähnte. Menschen taten solche Erlebnisse als Aberglauben oder böse Omen ab, heute tun das Gleiche die Verchwörungstheoretiker. Nicht alles lässt sich wissentschaftl. erklären, früher oder später schon.


  • hans am 05.01.2011 17:44

    chemisches ereigniss....

    feuerwerk? ziemlich billige erklärung...ich glaube dass es nicht das erste und grösste feuerwerk war..ich habe schon viele feuerwerke gesehen, da vielen keine vögel vom himmel. auch sind feuerwerke meisst in der nacht... denke da war irgendwie chemie, warum auch immer, in der luft....


  • ka traurig am 05.01.2011 17:37

    auch unsere katze

    wir haben gestern unsere katze tod aufgefunden - sie war noch nicht mal 5 jahre alt. was war das???


  • Erika am 05.01.2011 17:35

    Grosse Zweifel

    Das Echo von den Feuerwerkskörpern vom 31.12. wurde also erst am 4./5.1. von den Vögeln erhört? Für wie blöd verkaufen uns die Wissenschaftler und die Spezialisten? Ich habe grosse Zweifel an deren Geschichte! Vielleicht sind Ausserirdische am ganzen Schuld - das werden die in Washington sicher nicht in Erwägung stellen.



  • Christine am 05.01.2011 17:22

    Welt den Bach ab?

    ja, das umstrittene HAARP... eine Verschwörungstheorie... Jedoch sind ja auch Sonarwellen von Schiffen für Wale ein Problem - sie verlieren die Orientierung was zu Strandungen führen kann... Auch Hirnblutungen sind nicht selten... Also ist unsere Technik für die Tierwelt nicht gerade gesundheitsfördernd... Vielleicht ist es wirklich mit so was verbunden... Sind wir ehrlich: die Schöpfung leidet eh unter uns Menschen (Ausrottung, Verschmutzung...) Übrigens ist das Bienensterben nicht vorbei - auch in der Schweiz sterben sie vor sich hin... (und niemand will wisssen wie es ohne sie weiter geht)

  • Inge Nieur am 05.01.2011 17:17

    Keine Verschwörungstheorie!

    Klar reagieren die Wissenschaftler mit einem Lächeln... als Zeichen der Unsicherheit ! Fakt ist, dass die USA Meteorologische Kriegsführung erproben, dazu gehört auch die Atmosphärenverdichtung, der Sinn dieser Atmosphärenverdichtung ist das Eindringen feindlicher Flugkörper in den eigenen Luftraum zu verhindern. Dieses Projekt läuf seperat und hat mit HAARP oder ähnlichem nichts zu tun. Die ersten Tests liefen bereits im Golfkrieg, überlebende Irakische Piloten berichteten, dass sie plötzlich wie in eine Wand geflogen seien ... und dies hat mir Verschwörung oder ET's NICHTS zu tun!

  • @Wortcollagen am 05.01.2011 17:05

    Vogel- bzw. Fischsterben

    O-Ton WWF auf Twitter: "Wir sind leider keine Vogelspezialisten, deshalb ist die Untersuchung dieses Phänomens bei SVS/BirdLife besser aufgehoben." Und BirdLife? Die interessiert's offenbar auch nicht. Was muss denn noch passieren? Wer, wenn nicht genau diese Organisationen müssten sich jetzt einsetzen?!?


  • Fränzchen am 05.01.2011 17:01

    3 Möglichkeiten zur Quelle des Desasters

    Es sind zu viele Sateliten im Orbit! Es kommen immer modernere Sateliten im Umlauf , die immer mehr die Erde untersuchen. Dadurch werden systematisch viele Frequenzen gescant und somit die Natürliche Umgebung mit Srahlen belastet . Die Tiere verspüren dies merklich stärker als wir Menschen. Es sind schon länger von Wahlfischen und Haien sowie Delphinen betroffen worden. Also wenn es im Wasser und in der Luft sein kann, dann kommt es womöglich von Oben , also sprich Weltall. Eine 2 Möglichkeit wäre das die Sonne dieser Effekt verursacht. Oder: Der Nemesis Planet nähert sich.->vor Sintflut

  • jack am 05.01.2011 17:00

    Mal etwas Sinnvolles

    Die Verschwörungtheorien magen sich lächerlich anhören, doch die wissenschaftlichen Erklärungen sind noch dämlicher. Die Vögel besitzen nicht einen Schalter, der sie bei Kälte einfachso ausschalten lässt. Selbst wenn es die Kälte wäre, wäre es nicht möglich, dass gleich alle auf einmal sterben. Dies ist aber hier eindeutig geschehen. Es kann durchaus etwas mit der Sonnenaktivität und dem Magnetfeld zu tun haben. Hollywood hin oder her, es ist mitlerweile bewiesen worden, dass Vögel und Fische das Magnetfeld der Erde zur Orientierung brauchen. Einfach bei google "vögel magnetismus" eingeben.

  • Michael H. aus Oberdorf am 05.01.2011 17:00

    Nicht dramatisieren, aber auch nicht verniedlichen

    Ich sehe es zwar auch noch eher gelassen, aber trotzdem bin ich erstaunt dass das Thema Frequenz, Hochfrequenz und Magnetismus als so abwegig dargestellt wird. Physiker und Biochemiker und jeder normale Mensch weiss dass wir uns in diesem Bereich in eine immer schwierigere Situation manövrieren.

  • abc@def.ch am 05.01.2011 16:39

    Alles längst bekannt

    schon die Mayas wussten das Vögel vom Himmel Fallen werden, Wahle sich verirren und das Meer steigen wird. Nur ist das kein Weltuntergang, sondern der lauf der Natur.(Auch der Menschist Natur und alles von Ihm, er will es nur nicht wahrhaben)


  • Verschwörungstheoretiker^^ am 05.01.2011 16:39

    Verschwörungstheorie.. schönes Wort..

    Schon mal was von der Offenbarung gehört? Ich will nicht sagen das dies Gottes Zorn ist xD Ich denk mehr an HAARP, gab ja in Chile auch ein Erdbeben.. An alle die Überleben wollen, glaubt den Verschwörungstheorien doch mal, es sind nichts weiter als andere Meinungen..



  • Hans Peter am 05.01.2011 16:31

    In der Tat 2012 erhöhte Sonnenaktivitäten

    Genau dies wird passieren und einige der Hightech Elektronik und auch die Stromnetze beeinflussen. Typ - macht eine Kopie von Allem und steckt dies in einen faraidschen Käfig, wie. z.B. Tresorbox, etc.

  • Jack am 06.01.2011 08:31

    Biochemische Waffen

    Wer da wohl was wieder ausprobiert und unter den Teppich kehrt ? Sind ja nicht blöd werden aber als das verkauft...... Stop den Kriegen !!! Friede mit Euch !!!!






Logische Schlussfolgerungen: Magnetfeldstörungen sind wahrscheinlich

-- die Vorkommnisse mit toten Vögeln sind lokal begrenzt, also sind Feuerwerk oder Nahrungsmittelknappheit sicher nicht die Ursache, denn wenn Feuerwerk die Ursache wäre, dann müsste es alljährlich überall tote Vögel regnen, und wenn Nahrungsmittelknappheit die Ursache wäre, dann müssten die Vögel alle unterernährt sein und es müsste in jedem harten Winter tote Vögel regnen, aber auch das ist nicht der Fall
-- zu den toten Fischen fehlt jegliche Erklärung, und die Fische starben in Brasilien und Neuseeland, wo es zur Zeit Sommer ist. Also weisen die toten Fische auf Magnetfeldveränderungen hin
-- am ehesten stimmen die Vermutungen von Veränderungen im Magnetfeld, oder vielleicht auch die Hochfrequenzwaffe Haarp.

Michael Palomino, 6.1.2011

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Spiegel
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21.1.2011: <Massenvogelsterben in South Dakota: US-Landwirtschaftsministerium vergiftete Stare>

Aber alle anderen Vorkommnisse bleiben "ungeklärt". Nun ja, die "Forschung" will doch nicht zugeben, dass sie etwas nicht weiss. Aber lesen Sie selbst:

aus: Spiegel online; 21.1.2011; http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,740962,00.html

Mehr als 200 Stare sind vor wenigen Tagen in South Dakota vom Himmel gefallen. Nun gibt es eine Erklärung für das Massenvogelsterben: Das Landwirtschaftsministerium hat die Tiere vergiftet. Die weiteren Fälle bleiben aber ungeklärt.

Yankton - Experten und Laien beschäftigen sich seit Wochen mit der Frage, warum in den USA immer wieder Vogelkadaver vom Himmel fallen. Was ist der Grund für dieses Massensterben? Erst am Montag hatte es in Yankton, South Dakota, einen neuen Fall gegeben: Hunderte tote Stare waren vom Himmel gefallen und mitten in der Stadt im Schnee gelandet.

"Die ganze Straße und der Bürgersteig waren voll mit den Tieren", sagte Augenzeugin Alice Brown laut msnbc.com. Mitarbeiter des Veterinäramtes sammelten die Tiere ein und kamen dem Online-Portal des Fernsehsenders zufolge auf gut 300 Kadaver. Andere Medien sprachen von 200 toten Tieren.

Anfänglich wurde davon ausgegangen, dass es die Vögel nicht rechtzeitig in wärmere Gegenden geschafft hätten und erfroren seien. Doch nun gibt es eine Erklärung: Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) meldete sich bei den Behörden von Yankton und gab an, Mitarbeiter hätten die Tiere vergiftet.

Die Ministeriumsmitarbeiter hätten an einer Futterstelle rund zehn Meilen südlich von Yankton Gift ausgelegt. "Und sie waren überrascht, dass die Tiere überhaupt so weit gekommen sind", sagte Lisa Brasel, die in Yankton für Tierschutz zuständig ist, dem NBC-Sender KTIV.

"Gift ist immer der letzte Ausweg"

USDA-Biologe Ricky Woods erklärte, eine große Gruppe Stare habe im Norden Nebraskas großen Schaden an einer Maststelle für Vieh angerichtet. Die Vögel fräßen das Futter und beschädigten mit ihrem Kot das Futter und das Material. Daher habe sich das Landwirtschaftsministerium entschieden, das Gift DRC 1339 auszulegen.

"Gift ist immer der letzte Ausweg", sagte Woods. Es sei kein übliches Vorgehen. "Aber in dieser Situation mussten wir so handeln."

Nach Angaben des Biologen starben die meisten Vögel in der Nähe der Futterstelle. Rund 200 Tiere seien aber stark genug gewesen, die zehn Meilen nach Yankton zurückzulegen. Woods konnte nicht sagen, wie viele Stare insgesamt gestorben sind. Schätzungsweise hätten rund 2000 von dem tödlichen Futter gefressen. Für Tiere, die die vergifteten Stare essen, wie Habichte oder Katzen, bestehe keine Gefahr. Auch Menschen seien nicht bedroht.

Die anderen Vorfälle rätselhaften Tiersterbens bleiben jedoch weiterhin ungeklärt. Begonnen hatte alles in der Silvesternacht. In der Kleinstadt Beebe in Arkansas, lagen rund 5000 Vögel tot auf der Erde. Wenige Tage später fanden sich auf einem Highway im US-Bundesstaat Louisiana rund 500 Vogelkadaver, die meisten mit Verletzungen. In beiden Fällen waren es Rotschulterstärlinge, eine in Nordamerika häufige Singvogelart.

Die Jagd- und Fischereikommission von Arkansas beschäftigt noch ein Massensterben von Fischen: Am 29. Dezember hatten Angler gemeldet, dass sie zahlreiche sterbende und tote Fische im Arkansas River gesichtet hatten. Insgesamt sollen rund 85.000 Tiere verendet sein, fast 99 Prozent davon sind Flusstrommler.>

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25.3.2011: Wie Stromleitungen wegen falschen Sehgewohnheiten für Vögel zu Todesfallen werden - Forderung für Markierung von Stromleitungen

aus: Welt online: Ornithologie: Warum Vögel Stromleitungen auch mal übersehen; 25.3.2011;
http://www.welt.de/wissenschaft/article12929884/Warum-Voegel-Stromleitungen-auch-mal-uebersehen.html

<Stromleitungen sind für Vögel nicht nur Sitzplatz, sondern manchmal auch tödliche Falle. Das liegt an einer speziellen Sehgewohnheit der Tiere.

Vögel nehmen Stromleitungen und Zäune häufig nicht wahr – und rasen hinein. Oder sie werden von Autos, Flugzeugen oder schnell rotierenden Windrädern erfasst. Einer der Gründe, so analysiert Graham Martin von der Universität Birmingham im Journal „Ibis“: Die Tiere blicken eher zu den Seiten oder nach unten statt in Flugrichtung.

Dass Vögel für Zusammenstöße anfällig sind, sei für viele Menschen zunächst überraschend, schreibt der Ornithologe. Schließlich gelte das Sehen als der wichtigste Sinn der Tiere. Aber: „Die menschliche Sichtweise ist nur ein Weg, die Welt einzuschätzen und zu verstehen.“ Wenn es um Vögel-Kollisionen geht, sei dieser Weg geradezu irreführend, erklärt Martin. Denn die visuelle Wahrnehmung von Mensch und Vogel unterscheide sich in vielen Punkten.

Einer davon: Im Gegensatz zum Menschen sähen viele Vögel etwa nicht frontal und somit in Flugrichtung am schärfsten, sondern seitlich. Das hänge unter anderem damit zusammen, dass sich Fressfeinde eher von oben oder hinten, jedoch nicht von vorne nähern.

Auch haben Vögel vermutlich keine gute Tiefenwahrnehmung, schreibt der Forscher. Dafür liegen die Augen der Tiere zu eng zusammen. Zudem könnten sie ihre Fluggeschwindigkeiten nur begrenzt steuern – für manche sei es aufgrund ihres Körper- und Flügelaufbauen schlicht unmöglich, langsam zu fliegen. Bei Regen, Nebel oder in der Dämmerung sei es zusätzlich schwer, die vorbeirauschenden Informationen zu verarbeiten.

Die Zusammenstöße sorgen viele Artenschützer, denn Kollisionen raffen weit mehr als nur ein paar Tiere hinweg. So wird etwa geschätzt, dass in Europa jedes Jahr allein 25 Prozent der jungen sowie 6 Prozent der erwachsenen Weisstörche an Stromleitungen sterben.

Auch Autofahrer würden ab einer bestimmten Geschwindigkeit nicht mehr alles sehen, die wahrgenommenen Informationen aber dennoch zu einem Bild der Straße verarbeiten. Die richtige Verarbeitung basiere auf Erfahrungen mit Verkehr und Straßenverlauf. Auf Ereignisse, die nicht in dieses Erfahrungsmuster passen – etwa eine Baustelle oder eine scharfe Kurve – weisen Schilder den Autofahrer rechtzeitig hin. Bei Vögeln gelte das gleiche Wahrnehmungsprinzip.

Der Ornithologe fordert daher, Vögel verstärkt zu warnen. Bislang geschieht das etwa mit reflektieren Bällen, flatternden Fahnen oder Blitzlichtern. Und weil Vögel eher nach unten oder zur Seite denn in Flugrichtung schauen, könnten solche Signale auf dem Boden vor dem Hindernis platziert werden.

dpa/cl>

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Geier in Indien 22.5.2011: Das schädliche Schmerzmittel ist verboten - aber der Bestand ist immer noch "stark gefährdet"

aus: Welt online: Artenschutz: Verbot von Schmerzmittel hilft den Geiern; 22.5.2011;
http://www.welt.de/wissenschaft/article13382407/Verbot-von-Schmerzmittel-hilft-den-Geiern.html

<Ein Schmerzmittel hatte drei Geierarten auf dem indischen Subkontinent beinah dezimiert. Seit einem Verbot wächst ihre Zahl wieder.

Das Verbot des für viele Geier gefährlichen Schmerzmittels Diclofenac in der Tiermedizin zeigt laut einer Studie Fortschritte. Der Anteil von Tierkadavern mit der Arznei ist in Indien zwischen 2006 und 2008 um rund 40 Prozent gesunken. Das berichten Forscher um Richard Cuthbert von der Vogelschutzorganisation Royal Society for the Protection of Birds (RSPB). Die Studie erscheint im Journal „PLoS ONE“.

Seit Anfang der 1990er Jahre waren die Bestände des Bengalengeiers (Gyps bengalensis), des Indischen Geiers (G. indicus) sowie des Schmalschnabelgeiers (G. tenuirostris) auf dem indischen Subkontinent um mehr als 95 Prozent zurückgegangen. Untersuchungen hatten ergeben, dass die Aasfresser infolge einer Entzündung der Eingeweide sterben, die durch das Medikament verursacht wird.

Gänse- und andere Geier in Asien und auf dem Indischen Subkontinent nehmen Diclofenac mit dem Aas auf, wenn die Tiere kurz vor dem Tod mit dem Präparat behandelt wurden. 2006 hatten sich Indien, Pakistan und Nepal entschlossen, den Gebrauch des Schmerzmittels bei Nutzvieh zu unterbinden.

Cuthbert und seine Kollegen werteten Daten über Rückstände der Arznei in Kadavern von domestizierten Paarhufern aus – vor und nach dem Verbot des Schmerzmittels. Ergebnis: Kurz nach dem Erlass wiesen rund 11 Prozent der verendeten Tiere Spuren von Diclofenac auf. Nach 7 bis 31 Monaten war die Quote bis auf etwa 6,5 Punkte gesunken.

Der verbleibende Bestand der Gänsegeier bleibt nach Angaben der Forscher aber stark gefährdet, solange das Medikament nicht vollständig vom „Speiseplan“ der Tiere verschwunden ist.

dpa/db>

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30.8.2011: <Bei der Partnerwahl zählt Persönlichkeit - Finken-Frauen nicht oberflächlich>

aus: n-tv online; 30.8.2011;
http://www.n-tv.de/wissen/Finken-Frauen-nicht-oberflaechlich-article4164651.html

<Um eine Frau für sich zu gewinnen, muss ein Mann nicht nur gut aussehen, sondern auch mit seiner Persönlichkeit punkten können. Diese Weisheit gilt offenbar auch in der Welt der Zebrafinken. Da zeigt sich ein Weibchen weniger an der Schnabellänge als vielmehr am Charakter ihres potenziellen Partners interessiert.

Unternehmungslustige Zebrafinken-Weibchen fühlen sich eher zu Männchen hingezogen, die ebenso neugierig sind. Nicht Farbe oder die Länge des Schnabels, sondern ihr Verhalten mache die Männchen für die Damen attraktiv, berichtet der Biologe Sasha Dall von der Universiät Exeter in der Zeitschrift "Ethology".

Dall und seine Mitarbeiter arbeiteten mit einer Gruppe von mehr als 150 Zebrafinken. In einer Versuchsreihe untersuchten sie die Abenteuerlust der Tiere, gemessen an der Bereitschaft, eine unbekannte Umgebung und unbekannte Objekte zu untersuchen. Anschließend ließen sie einzelne Weibchen eine Gruppe von Männchen beobachten, wie diese neue Käfige begutachteten. Dabei wurde jeweils ein Männchen durch eine durchsichtige Plastikschachtel daran gehindert, den Käfig in Augenschein zu nehmen.

Kamen die Tiere schließlich wieder zusammen, so zeigte sich, dass Weibchen, die selbst sehr neugierig waren, die Männchen bevorzugten, die ihrerseits großen Wissensdrang gezeigt hatten. Männchen die an der Untersuchung ihrer Umgebung gehindert worden waren, ließen sie links liegen. Den weniger neugierigen Weibchen schien das Verhalten der Männchen dagegen gleichgültig zu sein.

Größe und Farbe zählt nicht

Abenteuerlustige Weibchen bevorzugten ebenso neugierige Männchen anscheinend unabhängig von den Eigenschaften, die zum klassischen Schönheitsideal der Vögel zählen - Größe oder Schnabelfarbe als Zeichen körperlicher Fitness waren den weiblichen Zebrafinken egal. "Das ist ein deutliches Zeichen, dass die Weibchen mehr auf Hinweise zur Persönlichkeit eines Partners achten als auf sein Äußeres", kommentiert Sasha Dall. "Das ist der erste Hinweis darauf, dass es für Partner wichtig ist, zu einander passende Persönlichkeiten zu haben. Wir wissen alle, dass dies bei Menschen zutrifft. Es ist aber bisher nie bei anderen Arten beobachtet worden."

Frühere Studien an Vögeln und Fischen hatten bereits gezeigt, dass neugierigere, untersuchungsfreudigere Paare auch aktivere Nachkommen bekommen, erklären die Forscher. Zum ersten Male konnte nun allerdings gezeigt werden, dass diese Charakterunterschiede auch eine Rolle bei der Partnerwahl spielen.

dpa>

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1.9.2011: Seitensprünge bei Vögeln: <Untreue unter Vögeln: Fremdgehen sorgt für fittere Kinder>

aus: n-tv online; 1.9.2011;
http://www.n-tv.de/wissen/Fremdgehen-sorgt-fuer-fitte-Kinder-article4192126.html

<Nicht immer von denselben Eltern: Junko-Junge.

Nicht nur bei Menschen, auch in Vogelbeziehungen gibt es Seitensprünge. Erstaunlich dabei ist, dass der außerhalb der Partnerschaft gezeugte Nachwuchs auf lange Sicht gesehen fitter ist als die "legitimen" Geschwister: Er produziert mehr Nachkommen.

Viele Singvogelweibchen gehen fremd. Während sie sich die Mühsal des Brütens und der Aufzucht der Jungen einträchtig mit einem festen Partner teilen, zeigen die Gene der Eier bei vielen Arten eine ganz andere Geschichte. Forscher rätseln seit Jahren darüber, welche Vorteile für das Weibchen diese Entwicklung in der Evolution begünstigt haben könnte.

Eine Gruppe amerikanischer Ornithologen fanden jetzt eine mögliche Antwort: Die Kinder, die nicht vom eigentlichen Partner stammen, sind auf lange Sicht gesehen fitter, berichten sie in den "Proceedings B" der britischen Royal Society. Sie haben selbst im Schnitt mehr Nachkommen als ihre "legitimen" Geschwister.

Nicole Gerlach von der Universität von Indiana in Bloomington und ihre Kollegen nutzten die Daten einer gut untersuchten Gruppe des amerikanischen Junko (Junco hyemalis), eines unscheinbaren, ammerähnlichen Vogels in West Virginia. Bereits seit 1990 wird dort nicht nur jede Brut beobachtet und die Elterntiere identifiziert, sondern auch durch Entnahme von Blutproben die wahren Verwandtschaften festgestellt. Gerlach verfolgte nun erstmals das weitere Schicksal der Jungvögel bis hin zu deren eigenem Bruterfolg.

Seitensprung mit Auswirkungen

Von den mehr als 2000 Jungen, die in den 18 Jahren Beobachtungzeit aufgezogen worden waren, kehrten 143 in die Kolonie zurück, davon 35, die aus Seitensprüngen stammten, etwa zur Hälfte Männchen und Weibchen. Diese Tiere hatten in der Folge einen besonders guten Bruterfolg: Sie bekamen etwa doppelt so viele Junge wie die Tiere aus der regulären Partnerschaft. Und die Männchen aus den Fremdbeziehungen hatten selbst deutlich mehr Sex mit fremden Weibchen als ihre Geschwister aus der Partnerbeziehung.

Dass Fremdgehen einen Vorteil für Männchen bietet liegt auf der Hand – sie erhöhen damit die Chance der Weitergabe ihres genetischen Materials. Die neuen Untersuchungen zeigten aber erstmals, dass auch die Weibchen davon profitieren, wenn sie sich außer mit ihrem Partner für die Aufzucht auch mit Nachbarn paaren – dieser Vorteil allerdings betrifft sie nicht direkt, sondern erst die Zahl ihrer Enkelkinder. Töchter aus Fremdbeziehungen scheinen fruchtbarer zu sein als ihre Geschwister, Männchen dagegen scheinen einen Vorteil bei der Balz um Weibchen zu haben, das zeige der erhöhte Anteil von Männchen aus Seitensprüngen, die ihrerseits wieder Sex mit schon verpaarten Weibchen hatten.

dpa>

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26.9.2011: <Nestbau keine reine Instinktsache: Auch Vögel müssen üben>

aus: n-tv online; 26.9.2011;
http://www.n-tv.de/wissen/Auch-Voegel-muessen-ueben-article4392411.html

<Das Sprichwort "Übung macht den Meister" gilt auch in der Vogelwelt. Forscher haben herausgefunden, dass Vögel ihre Nester nicht ausschließlich nach dem Instinkt bauen, sondern dass Erfahrung eine große Rolle spielt.

Nestbau ist Übungssache. Die Fähigkeit ist – entgegen der allgemeinen wissenschaftlichen Meinung – bei Vögeln nicht komplett angeboren. Das haben Biologen beim Maskenweber (Ploceus velatus) im afrikanischen Botsuana beobachtet. Die Forscher um Patrick Walsh von der britischen Universität St Andrews berichten im Fachblatt "Behavioural Processes” darüber.

Den farbenfrohen Maskenweber wählten die Biologen aus, weil er nicht nur besonders komplexe Nester baut, sondern auch besonders viele. Pro Saison können es Dutzende sein – so lässt sich ein etwaiger Lernfortschritt leichter beobachten.

Die Forscher stellten fest, dass individuelle Vögel ihre Baumethode von Nest zu Nest variierten. Zudem wurden sie geschickter und verloren mit zunehmender Bauerfahrung immer weniger Hälmchen als Baumaterial. Und während manche Vögel ihre Nester von links nach rechts bauten, taten dies andere von rechts nach links.

Maskenweber-Nester variieren stark

Aus allen diesen Beobachtungen schließen die Biologen, dass der Nestbau nicht komplett angeboren ist. "Würden Vögel ihre Nester nach einer genetischen Vorlage bauen, würde man erwarten, dass alle Vögel ihre Nester stets auf dieselbe Weise bauen”, erläutert Walsh in einer Mitteilung seiner Universität. "Das war aber nicht der Fall. Die Maskenweber zeigten starke Variationen in ihrem Ansatz, was deutlich die Rolle der Erfahrung zeigt. Auch bei Vögeln macht Übung den Meister.”

dpa>

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Spiegel
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27.9.2011: Der Fall der Mauer und mehr Grün in Ostdeutschland nutzte schlauen Vögeln für mehr Lebensraum und Vermehrung

aus: Spiegel online: Umweltveränderung: Mauerfall nutzte schlauen Vögeln; 27.9.2011;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,784446,00.html

<Kohlmeisen: Vögel eroberten grüner werdende Innenstädte zurück

Vom Fall der Mauer haben einige Vogelarten wie Meisen und Elstern profitiert. Eine internationale Studie hat ergeben, dass sich Singvögel mit größeren Denkorganen überproportional vermehrt haben. Der Grund sind offenbar die rapiden Veränderungen der Umwelt.

Der Fall des Eisernen Vorhangs wurde in Ostdeutschland und Osteuropa zuerst bejubelt, dann zunehmend beklagt - weil sich viele Menschen von der schnellen, teils unbarmherzigen Veränderung ihrer Lebenswelt überfordert fühlten. Das gleiche galt zum Teil auch für die Tierwelt, die sich ebenfalls auf Umwälzungen einstellen musste. Eine Folge haben Wissenschaftler jetzt dingfest gemacht: In Ostdeutschland und in der Tschechischen Republik haben sich seit 1989/1990 Singvögel mit größeren Gehirnen stärker vermehrt als Vogelarten mit eher begrenzten geistigen Fähigkeiten.

"Der Bestandsanstieg solcher Singvögel lässt vermuten, dass Vögel mit guten kognitiven Fähigkeiten eher in der Lage sind, sich an schnell ändernde Umweltbedingungen anzupassen", sagt Katrin Böhning-Gaese vom Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F), eine der Autorinnen der Studie.

Für ihre Studie hatte das deutsch-tschechische Forscherteam verglichen, wie sich die Bestände von 57 Singvogelarten in Ostdeutschland, Tschechien und im Westen Deutschlands entwickelten. Die Anzahl von Elstern, Meisen, Eichelhähern und anderen als "klug" geltenden Vögeln hat demnach in Ostdeutschland und Tschechien stärker zugenommen als in vergleichbaren Gebieten in Westdeutschland. Der Ost-West-Unterschied lege nahe, dass dies mit dem gesellschaftlich-wirtschaftlichen Umbruch in beiden Gebieten zusammenhängen könnte, schreiben die Wissenschaftler um Erstautor Jiri Reif von der Universität Prag im Fachmagazin "Biological Conservation".

Kluge Vögel erobern neue Lebensräume

Eine Chance, welche die Vögel mit größerem Gehirn für sich genutzt hätten, sei die Besiedlung der Städte gewesen, erklären die Forscher. Das Ende des Kommunismus habe besonders in diesem Bereich große Veränderungen mit sich gebracht. In den Innenstädten sei die Natur in Form von Grünanlagen und Parks zurückgekehrt, an den Stadträndern habe ein massiver Eigenheimbau der neu entstehenden Mittelschicht stattgefunden.

Vögel mit größerem Gehirn konnten sich an diese neuen Lebensräume anpassen, so die Forscher. Sie hätten die innerstädtischen Grünflächen sowie Vorstädte zügig besiedelt und sich vermehrt. Demgegenüber seien Vögel mit kleinerem Gehirn, wie beispielsweise die Dorngrasmücke, durch die Veränderung ihres bisherigen Lebensraumes - vor allem durch die explosionsartige Ausbreitung der Vorstädte - zurückgedrängt worden.

Für ihre Studie werteten die Forscher nicht nur die absoluten Zahlen von Singvögeln in den Jahren 1991 bis 2007 aus, sondern berechneten auch, ob es Zusammenhänge zwischen der Bestandsentwicklung und der Veränderung der Umwelt gab. Dabei berücksichtigten sie die individuellen Merkmale jeder Vogelart wie Lebensraum, Ernährung, klimatische Nische, Zugstrecke zwischen dem Brut- und Überwinterungsgebiet und die Gehirngröße im Verhältnis zum Gesamtkörper.

Die Auswertung ergab, dass nicht nur der politische Wandel Spuren bei den Vögeln hinterlassen hat. Die Forscher identifizierten auch zwei weitere Faktoren, die sich in allen untersuchten Regionen ähnlich auswirkten: die Intensivierung der Landwirtschaft und der Klimawandel. Auch davon hätten vor allem Vogelarten profitiert, die in puncto Nahrung flexibler waren und die Folgen des Klimawandels tolerierten. Demgegenüber habe die Anzahl bei Vogelarten mit spezifischen Ansprüchen an das Futter, mit einer engen klimatischen Nische und mit langen Strecken zwischen Brut- und Winterquartier abgenommen.

mbe/dapd>

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Der Standard
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2.10.2011: Vogelwelt: Der neue Italienische Spatz

aus: Der Standard online: Seltener Glücksfall: Italienischer Spatz ist eine neue Spezies; 2.10.2011;
http://derstandard.at/1317018813507/Seltener-Gluecksfall-Italienischer-Spatz-ist-eine-neue-Spezies


Im Vergleich
                          (von links nach rechts): Spanischer Spatz,
                          Hausspatz und Italienischer Spatz. - Foto: The
                          Sparrow Group
Im Vergleich (von links nach rechts): Spanischer Spatz, Hausspatz und Italienischer Spatz. -
Foto: The Sparrow Group


<Norwegische Forscher sind überzeugt, dass die Art als dritte Art aus dem Hausspatz und dem Spanischen Spatz hervorgegangen ist

Seit langem diskutieren Experten, ob der Italienische Spatz eine eigenständige Art oder doch eine Unterart ist. Eine Forschungsgruppe der Universität von Oslo rund um Glenn-Peter Sætre ist davon überzeugt, endgültige genetische Beweise für das Vorliegen einer eigenen Art gefunden zu haben und damit die Diskussion beenden zu können. Wie das Team im Journal "Molecular Ecology" schreibt, sei der Italienische Spatz (Passer italiae, Italiensperling) aus dem allgegenwärtigen Hausspatz (Passer domesticus, Haussperling) und dem Spanischen Spatz (Passer hispaniolensis, Weidensperling) hervorgegangen.

Die Forscher hatten Populationen des Italienischen Spatzes und des Spanischen Spatzes untersucht, die sich im Südosten Italiens denselben Lebensraum teilen. Sie entnahmen den Vögeln Blutproben, um deren DNA extrahieren zu können. Die Analysen zeigten, dass der Italienische Spatz gemischter Herkunft ist: "Er ist ein Hybrid des Hausspatzes und des Spanischen Spatzes", wird Sætre von BBC zitiert. Zudem - was vielleicht gleich wichtig sei - würden sich die zwei Vogelarten nicht paaren, obwohl sie quasi nebeneinander leben. Wäre dies doch der Fall, hätten die Forscher Vögel mit den Genen beider Arten finden müssen. Die - so nehmen die Forscher an - zwischen den zwei Arten entstandene "Reproduktionsbarriere" könnte am Aussehen liegen oder sich durch unterschiedliche Paarungszeiträume entwickelt haben.

Hintergrund

Normalerweise entstehen Tierarten, indem sich von einer bestehenden Art eine neue abspaltet. Das Phänomen, dass zwei Tierarten zu einer neuen, dritten Art verschmelzen können (Hybridisierung), wurde bislang als extrem selten und damit bei Tieren von geringer Bedeutung angesehen. In der Regel sind Nachkommen unterschiedlicher Tierarten unfruchtbar und können keine eigene Art bilden. 2005 wurde im Journal "Nature" der demnach "erste Fall" veröffentlicht, wonach eine neue, aus zwei Frucht- bzw. Bohrfliegenarten (Tephritidae) entstandene Art eine neue Wirtspflanze bzw. einen neuen Lebensraum besiedelt hat.

Als Voraussetzung für Hybridisierung wird oftmals der Umzug der neuen Art in einen anderen Lebensraum angesehen, damit sich die Nachkommen als eigene Art etablieren können. Nun stehe eine der weltweit verbreitetsten Vogelarten im Zentrum eines Ereignisses, das in der Natur extrem selten vorkomme: Die Entstehung einer neuen Art aus zwei bekannten Arten - noch dazu mit geteiltem Lebensraum. Die verhältnismäßig junge Art sieht die Forschungsgruppe als "seltenen Glücksfall", der nun weiter untersucht werden kann. Vielleicht komme das "extrem seltene Ereignis" aber doch häufiger vor, als bislang angenommen worden war. (dy)

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Der Standard
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Österreich 14.10.2011: <Vogel des Jahres: Gebäudesanierungen und Pestizide drängen die Dohle zurück>

aus: Der Standard online; 14.10.2011;
http://derstandard.at/1318461307023/Vogel-des-Jahres-Gebaeudesanierungen-und-Pesitizide-draengen-die-Dohle-zurueck

<BirdLife Österreich ruft 2012 zum "Jahr der Dohle" aus.

Wien/Berlin - Die Dohle (Corvus monedula) wurde am Freitag von BirdLife Österreich sowie deutschen Partnerorganisationen zum "Vogel des Jahres 2012" gekürt. Gefährdet ist der früher weit verbreitete Steppenvogel zwar nicht, in manchen Regionen aber selten geworden. In Österreich gibt es geschätzte 3.600 bis 4.600 Brutpaare.

Als Kulturfolger hatte sich die kleine Verwandte von Raben und Krähen in der menschlichen Nachbarschaft eigentlich gut eingerichtet: Hohe Gebäude wie alte Kirchtürme oder Industriekamine boten vorzüglichen Unterschlupf sowie Weiden, Felder und Wiesen einen reich gedeckten Tisch mit Käfern, Heuschrecken, Würmern und Schnecken. "Trotz ihrer Anpassungsfähigkeit an Dörfer und Städte findet sich die Dohle auf der Vorwarnliste der gefährdeten Arten. Die Intensivierung der Landwirtschaft, die hohe Pestizidbelastung und fehlende Brutmöglichkeiten lassen die Bestände schwinden", berichtet BirdLife. 

Für die Landwirtschaft waren die Dohlen nützliche Helfer bei der biologischen Schädlingsbekämpfung. "Mit dem Verlust von Extensivgrünland und dem starken Einsatz von Pestiziden in der intensiven, großflächigen Landwirtschaft, geht der Dohle heute zunehmend die Nahrung aus", zeigt sich der Vogelexperte besorgt.

Erhaltung von Lebensräumen notwendig

"Als Höhlen- und Nischenbrüter nutzte der schwarz gefiederte Vogel mit den silber-blauen Augen ursprünglich Fels- und Lehmwände", sagte Gerald Pfiffinger von BirdLife Österreich. "Auch Astlöcher oder verlassene Schwarzspechthöhlen wären geeignete Nistplätze, die es in dieser Form nur noch selten gibt." Zum Rückgang würden auch viele Gebäudesanierungen beitragen, die zwar wichtigen Energiesparzielen dienen, den Dohlen wie auch anderen Gebäudebrütern jedoch Brutplätze in Nischen, Mauerlöchern und Dachstühlen versperren.

Pfiffinger: "Im Jahr der Dohle wollen wir aufzeigen, wie mit geringen Mitteln Lebensräume erhalten aber auch neu geschaffen werden können." Es gelte naturnahe Altholzbestände und "Höhlenbäume" zu schützen. Auch alte Parkbäume könnten diese Funktion erfüllen. (APA/red)

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21.10.2011: Klimawandel und Müllkippen: Die Zugvögel verändern ihr Verhalten

aus: n-tv online: Störche fliegen zum spanischen Müll - Zugvögel-Strecken werden kürzer; 21.10.2011;
http://www.n-tv.de/wissen/Zugvoegel-Strecken-werden-kuerzer-article4582586.html

<Stare sammeln sich vor dem Zug. Bestimmte Populationen von Staren ziehen heute gar nicht mehr in den Süden.

Gänse fliegen in kräftesparender Keilform. Die Elterntiere ziehen zusammen mit ihren Jungen.

von Jana Zeh

In jedem Jahr kann man das Naturspektakel am Himmel beobachten. Weltweit ziehen schätzungsweise 50 Milliarden Vögel von ihren Brutplätzen in ihre Winterquartiere oder umgekehrt. Die Tiere legen auf ihrem Zug mehrere tausend Kilometer zurück und setzen sich unheimlichen Strapazen aus. Forscher erleben unter den Tieren auch einen Trend zum Bleiben.

In Deutschland gehören lediglich acht Prozent aller Vögel zu den sesshaften Tieren. Der Rest der Vögel zieht, um den Winter zu überstehen, in wärmere Gefilde. Der Grund für den Wegzug der Vögel sind nicht die fallenden Temperaturen, sondern das sinkende Nahrungsangebot. "Der Zug ist eine mögliche Überlebensstrategie für die Mehrzahl aller Vögel", betont Professor Franz Bairlein vom Institut für Vogelforschung in Wilhelmshaven. Vögel, die sich hauptsächlich von Insekten und Wirbellosen ernähren, müssen sich im Winter auf den Weg in andere Regionen machen. Körner- und beerenfressende Tiere dagegen können an ihrem Brutplatz bleiben. Vögel, die ihren Brutplatz nicht verlassen, werden als Standvögel bezeichnet. In unseren Breiten gehören beispielsweise Haussperlinge, Kohl- und Blaumeisen dazu.

Die Strecken, die Vögel zurücklegen, unterscheiden sich erheblich. Manche Tiere fliegen nur einige hundert Kilometer in wärmere Gefilde, andere wiederum legen bis zu 20.000 Kilometer zurück und wieder andere suchen lediglich einen anderen Landstrich auf, um mehr Nahrung und angenehmere Lebensbedingungen zu finden. Manche Vögel machen auf ihrem Weg mehrmals Rast, andere wiederum fliegen ganz ohne Pause. Die "Kurzstreckenflieger" werden auch als Strichvögel bezeichnet. Enten und Meisen gehören dazu. Es gibt außerdem die Variante, dass nur einige Exemplare einer Art den Flug in den Süden antreten. Diese Arten werden als Teilzieher bezeichnet. Zu ihnen gehören beispielsweise Finken, Goldammern, Rotkehlchen und Stare.

Obwohl der Zug der Tiere körperliche Meisterleistungen abverlangt und zahlreiche Gefahren in sich birgt, haben die Zugvögel in ihrem ersten Lebensjahr keine geringere Lebenserwartung als die Standvögel. "Nur 30 bis 40 Prozent aller Jungvögel überstehen überhaupt ihr erstes Lebensjahr", erklärt Vogelexperte Bairlein. "Bisher können wir jedoch noch nicht sagen, wie groß der Anteil ist, der durch oder während des Vogelzugs direkt stirbt. Das wird aber mit Hilfe moderner Technik in ein paar Jahren möglich sein."

Trend geht zu kürzeren Wegen

Durch die Auswirkungen der Klimaänderungen der letzten Jahre und künstliche Nahrungsangebote werden immer häufiger Zugvogelarten zu Teilziehern und Teilzieher zu Standvögeln. Vor allem bei Staren und Amseln ist der Wandel zu beobachten.

Auch Weißstörche sind vor Jahrzehnten zum Überwintern noch bis weit in den Süden Afrikas geflogen. Nun kommen viele Exemplare nur noch bis Spanien und halten sich dort auf den futterreichen Müllkippen auf. Experten aus der Schweiz gehen von rund 50.000 Müllkippen-Tieren aus.

Ein Storchenpaar, das seit 2000 im Allgäu lebt, hat im vergangenen Winter sein Brutgebiet nicht verlassen. Es blieb auch im Winter in einem mit einer Webcam überwachten Nest, das sich auf dem Schornstein des Rathauses von Isny befindet. Die Tiere wurden bereits während der Aufzucht ihrer Jungen im Mai und Juni von Mitarbeitern des Storchennest-Teams Isny gefüttert. Bisher war das Storchenweibchen "Julia" in jedem Winter in den Süden gezogen. Ihr "Romeo" dagegen hat regelmäßig auf den Zug verzichtet.

Es wird angenommen, dass vor allem Tiere wie "Romeo", die aus Storchen-Aufzuchtstationen stammen, auf die Fürsorge der Menschen vertrauen und ihre Partner zum Bleiben "überreden". Die insgesamt zwölf Jungvögel der beiden jedoch haben sich in jedem Jahr auf den Weg in den Süden gemacht. Ob sie tatsächlich bis Afrika gekommen sind oder sich schon auf spanischen Müllhalden satt fressen, ist ungeklärt.

Woher kennen die Jungvögel ihren Weg?

Beobachter sind immer wieder verwundert, woher die Vögel eigentlich wissen, welchen Weg sie nehmen und wann genau sie losfliegen müssen. In den Genen der Tiere sind die Grunddaten für den Zug festgelegt. "Ein junger Kuckuck zum Beispiel, der auch noch von einem anderen Elternpaar groß gezogen wird, weiß nur durch seine Gene, wann und in welche Richtung er fliegen muss. Er wird einfach eines Tages im August allein in der Nacht losfliegen und zwischen 8000 und 12.000 Kilometer zurücklegen. "Die genetischen Informationen bilden den Rahmen für den Zug der Vögel", erklärt Bairlein. Es kann natürlich dazu kommen, dass ein Zug wegen schlechten Wetters oder starken Winden verzögert oder abgebrochen werden muss.

"Die Vögel, die ich in meinem Käfigen halte, zeigen durch ihr nächtliches Umherhüpfen im Käfig an, dass sie jetzt ziehen würden. Das machen sie ohne jegliche Außeninformation. Wir können sogar über die Menge der sogenannten Zugunruhe Aussagen über die Strecke machen, die bestimmte Vögel auch innerhalb der gleichen Art überwinden müssen. Ein Vogel beispielsweise, der lediglich innerhalb Europas ziehen würde, hüpft nur ein Drittel so oft während der Zugzeit, wie ein Zugvogel, der bis nach Westafrika ziehen würde."

Die Zugrichtung, in die sie fliegen müssen, ist Zugvögeln angeboren. Um sich zu orientieren, nutzen sie äußere Informationen wie zum Beispiel das Erdmagnetfeld, die Gestirne oder auch bestimmte Winde. Vögel haben "Magnetsensoren" im Sehzentrum und im Schnabel, die sich beide beim Navigieren ergänzen. "Zudem haben die Vögel die angeborene Fähigkeit, vor ihrem Flug so richtig aufzutanken", ergänzt Bairlein. Die Vögel setzen von Natur aus vor ihrem Flug reichlich Fett an, um genug Energie für den Zug zu haben. Dieser Aufbau von Fettreserven ist sogar bei den in Gefangenschaft lebenden Zugvögeln zu beobachten.

Keine Strategie ist besser

Zugvögel sind auf ihren Reisen vielen Gefahren ausgesetzt. Sie überstehen die Reise beispielsweise nicht, wenn sie sich vor dem Flug wegen Futtermangels nicht genügend Fettreserven zulegen konnten. Auch Stürme oder Hagelschauer können den Tieren gefährlich werden. Von den zwei Milliarden Tieren, die die Sahara überqueren, sterben etwa 80 Millionen, bevor sie ihr Ziel erreichen. Für einige Exemplare bedeutet auch die Jagd durch den Menschen das Todesurteil.

Aber auch die Standvögel müssen sich zahlreichen Widrigkeiten stellen. Extrem niedrige Temperaturen und unzureichendes Nahrungsangebot kann für sie das Aus bedeuten. Aber auch Katzen und andere Räuber können vielerorts das Überleben schwermachen.

Pauschal kann nicht gesagt werden, welche Überlebensstrategie von Vögeln die bessere ist. Die Betrachtung des Bruterfolges zeigt, dass Zugvögel meist nur einmal im Jahr Eier legen müssen, um ihren Bestand zu erhalten. Standvögel dagegen müssen oft mehrmals im Jahr brüten, um die Art zu erhalten. "Stand- und Zugvögel sind einfach zwei verschiedene Überlebenstypen, die sich ihren jeweiligen Strategien so optimal wie möglich angepasst haben. Sowohl bei Stand- als auch bei Zugvögeln gibt es eine Balance zwischen Risiken und Vorteilen" ergänzt Bairlein.>

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22.10.2011: Vogelweibchen mit mehr Testosteron: <Testosteron macht Vogelweibchen stark und bunt>

aus: n-tv online: Wissenschaft: Testosteron macht Vogelweibchen stark und bunt; 22.10.2011;
http://www.n-tv.de/ticker/Wissenschaft/Testosteron-macht-Vogelweibchen-stark-und-bunt-article4592321.html

<Seewiesen (dpa) - Bei manchen Vogelarten hat das Weibchen das prächtigere Gefieder und buhlt damit um die Männchen. Dabei kann das Hormon Testosteron eine große Rolle spielen.

So hat ein weibliches Bindenlaufhühnchen mit einem höheren Testosteronspiegel auch sehr farbenprächtiges Gefieder und einen besonders großen und intensiv gefärbten schwarzen Fleck am Hals, der auf Männchen attraktiv wirkt. Das haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen bei Tests mit den südostasiatischen Vögeln herausgefunden. Auch die körperliche Stärke dieser Vogelweibchen nehme mit der Hormonkonzentration zu.

Bindenlaufhühnchen gehören zu den wenigen Vogelarten, bei denen die Geschlechterrollen vertauscht sind: Die Weibchen sind aggressiver, größer und stärker. Sie haben zudem mehrere Partner, während die Männchen sich um den Nachwuchs kümmern.

Die Forscher hatten die Laufhühnchen paarweise ein Jahr lang beobachtet und ihnen Blutproben entnommen. Bei den Männchen gab es im Gegensatz zu den Weibchen überhaupt keine Verbindung zwischen Testosteron, Gefiederfärbung und Gewicht.

In weiteren Tests wollen die Forscher nun genauer untersuchen, welche Rolle das Testosteron bei den unterschiedlichen Körper- und Verhaltensmerkmalen spielt.

Quelle: n-tv.de / dpa>


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29.11.2011: <Wissenschaft: Raben kommunizieren wie Kleinkinder> - Gegenstände werden im Schnabel herumgezeigt, um auf sich aufmerksam zu machen

aus: n-tv online; 29.11.2011;
http://www.n-tv.de/ticker/Wissenschaft/Raben-kommunizieren-wie-Kleinkinder-article4890931.html

<Seewiesen (dpa) - Raben verwenden zur Kommunikation ähnliche Gesten wie Kleinkinder, um Artgenossen auf sich aufmerksam zu machen.

Die als sehr intelligent geltenden Vögel benutzen ihre Schnäbel als Hände, um Gegenstände wie Moos, Zweige oder Steine hochzuhalten und einander zu zeigen. Ähnliche Verhaltensweisen waren bislang nur von Menschenaffen bekannt und selbst dort äußerst selten.

Meistens richteten sich die Vögel damit an Tiere des anderen Geschlechts und lenkten so deren Aufmerksamkeit auf sich, fanden Simone Pika vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen (Bayern) und Thomas Bugnyar von der Universität Wien heraus. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift «Nature Communications». Das Team hatte Raben zwei Jahre lang in einem Wildpark in Österreich beobachtet. Gesten wie das Zeigen auf Gegenstände oder das Hochhalten von Objekten nutzen Kinder den Forschern zufolge erstmals mit neun bis zwölf Monaten - vor dem Gebrauch erster Worte.

Quelle: n-tv.de / dpa>

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Spiegel
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8.12.2011: <Verspielte Vögel: Krähen löchern Dach des Berliner Hauptbahnhofs> - Krähen zupfen an Dichtungen und demolieren das Dach

aus: Spiegel online; 8.12.2011;
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,802449,00.html

<Lecker Berliner Hauptbahnhof: Krähen zupfen an Dichtungen

Pfützen auf dem Bahnsteig, Rinnsale an Glasfenstern: Krähen demolieren das Dach des Berliner Hauptbahnhofs, indem sie Dichtungen aus den Fugen herauspicken. Wegen der vandalierenden Vögel muss der Millionenbau überholt werden.

Berlin - Rund fünfeinhalb Jahre nach der Einweihung des Berliner Hauptbahnhofs ist sein Dach einem Medienbericht zufolge bereits undicht. Wie der Rundfunksender RBB am Donnerstag berichtete, regnet es an vielen Stellen durch, auf den Bahnsteigen und in der Haupthalle bildeten sich deshalb an Regentagen große Pfützen.

Der Grund dafür seien Krähen, sagte Jens Scharon vom Naturschutzbund Berlin dem Sender. Diese pickten die Dichtungen aus den Fugen des Glasdaches. Sie täten das nicht aus Hunger, sondern aus Spieltrieb.

Ein Bahnsprecher bestätigt gegenüber dem RBB das Problem. Die Schäden würden so schnell wie möglich repariert. Für das kommende Frühjahr sei eine größere Überholung des Glasdachs vorgesehen. Die Gewährleistungsfrist für das Dach ist allerdings bereits abgelaufen.

Vor einigen Jahren hatte es ein ähnliches Problem mit dem Dach des Berliner Olympiastadions gegeben - auch hier hatten Krähen die Dichtungen zerstört.

abl/AFP>

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9.12.2011: Singammern haben weniger Nachwuchs, wenn Gefahr im Revier herrscht

aus: n-tv online: Gefahr für Singammern: Angst beeinflusst Population; 9.12.2011;
http://www.n-tv.de/wissen/Angst-beeinflusst-Population-article4955981.html

<Wenn Singammern einen Feind in der Nähe vermuten, wirkt sich das nachhaltig negativ auf deren Population aus. Sie legen weniger Eier, weniger Küken schlüpfen und weniger von ihnen überleben.

Fürchten Singammern einen Raubvogel oder andere Feinde in ihrer Nähe, legen sie weniger Eier. Außerdem schlüpfen aus den Eiern weniger Küken und mehr der kleinen Vögel sterben, berichten kanadische Wissenschaftler. Schon die bloße Vermutung einer Gefahr reiche aus, um die Entwicklung einer Population nachhaltig zu beeinflussen, schreiben sie im Journal "Science". Dies müsse beim Management und dem Schutz wildlebender Tierarten künftig berücksichtigt werden.

Liana Zanette von der University of Western Ontario und ihre Mitarbeiter hatten freilebende Singammern mit Netzen und elektrischen Zäunen vor ihren natürlichen Feinden geschützt. Über Lautsprecher spielten sie den Vögeln dann aber die Rufe typischer Räuber vor, etwa von Waschbären, Falken oder Eulen. Eine Kontrollgruppe von Vögeln bekam nur harmlose Laute zu hören.

Einfluss von Räubern nicht zu unterschätzen

Es stellte sich heraus, dass die vermeintlich bedrohten Singammern in einer Brutsaisaon insgesamt 40 Prozent weniger Nachwuchs produzieren als die Vögel, die keine Feinde in ihrer Nähe zu fürchten hatten. Desweiteren zeigte die Untersuchung, dass die verängstigten Singammern ihre Nester an abgeschiedeneren Orten mit dichterer und dornigerer Vegetation bauten. Sie verhielten sich insgesamt schreckhafter, verbrachten weniger Zeit mit dem Brüten und brachten den geschlüpften Küken seltener Futter.

Der Einfluss von Räubern auf eine Population werde vermutlich stark unterschätzt, wenn lediglich die direkten Folgen für eine Art – durch das Aufgefressenwerden – ermittelt würden, schreibt Thomas Martin von der University of Montana, Missoula, US-Staat Montana, in einem Kommentar. In künftigen Untersuchungen zur Populationsdynamik müssten auch die "Kosten" berücksichtigt werden, die einer Art durch die bloße Vermutung einer Gefahr entstehen.

dpa>

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19.12.2011: Vögel beobachten, wie viele Eier im Nachbarnest liegen

aus: n-tv online:
Konkurrenz belebt das Geschäft: Vögel beobachten ihre Nachbarn; 19.12.2011;
http://www.n-tv.de/wissen/Voegel-beobachten-ihre-Nachbarn-article5031946.html

<Beobachtung lohnt beim Eierlegen.

Konkurrenz muss nicht immer schlecht sein: Das Beobachten von Wettbewerbern kann vielmehr dabei helfen, die eigenen Investitionen richtig einzuschätzen. Das gilt auch für Vögel.

Die Zahl von Eiern in den Nestern anderer Arten beeinflusst die Entscheidung von Trauerschnäppern, wie viele und wie große Eier sie selbst legen,  berichten finnische Forscher in den "Biology Letters".

Jukka Forsman von der Universität Oulu im Norden Finnlands beobachtete die Vögel (Fuicedula hypoleuca). Bevor diese nach dem Winterzug ihre Reviere nahe Oulu besiedelten, montierte der Biologe in der Nähe der künstlichen Nisthöhlen jeweils einzelne Nester, die er mit Plastik-Nachbildungen von Kohlmeisen-Eiern bestückte. Ein Teil dieser Nester enthielt 13 Eier – das ist für Kohlmeisen viel, aber nicht unüblich. Andere Nester erhielten nur vier Eier.

Das Auszählen der später von den Trauerschnäppern gelegten Eier brachte folgendes Resultat: Trauerschnäpper, die in ihrer Umgebung Nester mit vielen Kohlmeisen-Eiern vorgefunden hatten, legten selbst mehr Eier. Diese waren im Durchschnitt auch ein wenig schwerer. Die Unterschiede betrugen etwa fünf bis sieben Prozent und erwiesen sich als statistisch signifikant.

Für Forsman bedeutet dies, dass die Trauerschnäpper die Eier der anderen Art wahrnehmen und als Informationsquelle nutzten, die Auskunft über die Bedingungen des Standorts geben können. Die Produktion der Eier, das Brüten und die Aufzucht der Jungen ist eine aufwendige und anstrengende Investition in die Zukunft – dabei ist es hilfreich bereits früh abzuschätzen, wie viele Eier gelegt werden, notiert der Finne. Das Einbeziehen solcher Informationen von anderen Arten könne dabei helfen, unter wechselnden Umweltbedingungen zu bestehen.

dpa>

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Welt online,
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9.1.2012: <Biologie: Zebrafinken vermeiden mit ihrem Geruchsinn Inzucht>

aus: Welt online; 9.1.2012;
http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article13805258/Zebrafinken-vermeiden-mit-ihrem-Geruchsinn-Inzucht.html Biologie

<Zebrafinken riechen, wenn sie auf ihr Geburtsnest treffen. Mit dieser Gabe können sie Verwandten schneller Hilfe leisten und zugleich Inzucht vermeiden.

Zebrafinken können das Nest ihrer Geburt erschnuppern – so erkennen sie Verwandte und vermeiden Inzucht. Dass auch ein Singvogel seine Sippe mit Hilfe des Geruchsinns identifizieren kann, ist nach Angaben von Forschern der Universität Bielefeld neu. Das Team um Barbara Caspers veröffentlichte die Ergebnisse seiner Studie in dem Journal "Biology Letters".

Zebrafinken sehen nicht nur adrett aus, sondern können ihr Geburtsnest erriechen. Das ist interessant, weil man bisher davon ausging, dass der Geruchssinn bei Singvögeln eher nicht so ausgeprägt ist

Bislang sei der Geruchsinn der Singvögel von der Wissenschaft vernachlässigt worden, erklären die Forscher. Dass andere Tiere – wie Säugetiere, Insekten und Fische – ihre Verwandtschaft am Geruch erkennen, war schon länger bekannt. Zudem ist nachgewiesen, dass etwa Albatrosse ihre Beute über weite Entfernung hinweg "erschnüffeln".

Viele Wissenschaftler hielten die meisten Vögel bislang aber für Riech-unfähig. Stattdessen gingen sie davon aus, dass Singvögel ihre Familie nur anhand ihres Gezwitschers oder mit den Augen erkennen. Doch dem Bielefelder Team war aufgefallen, dass die Vögel ihre Verwandten auch erkennen, wenn sie nicht mit dem Familien-typischen Gesang aufgewachsen waren.

Mit Hilfe eines Aufzucht-Experiments erforschte die Gruppe, ob Zebrafinken (Taeniopygia guttata) zwischen den Nestern ihrer Verwandten und jenen von fremden Vögeln nur anhand des Geruchs unterscheiden können.

Dazu setzten Caspers und ihre Kollegen 17 frisch geschlüpfte Küken in fremde Nester mit gleich alten Zebrafinken und ließen den Nachwuchs dort groß werden. Im Alter von etwa drei Wochen begann Teil zwei des Versuches: Den "Pflege"-Finken wurden zwei Gerüche präsentiert: Einer stammte aus dem Nest, in dem Tiere geschlüpft waren. Der zweite stammte aus dem Nest der Pflegefamilie. Die jungen Vögel bevorzugten den Geruch ihrer Geburtsstätte, schreiben die Forscher nach ihrer statistischen Analyse.

Die Forscher vermuten, dass die jungen Vögel den Geruch des Nestes und damit ihrer Eltern direkt nach dem Schlüpfen verinnerlichen – als eine Art familiärer Prägung. Auf diese Weise können Zebrafinken ihren Verwandten zu Hilfe eilen und Inzucht vermeiden – selbst dann, wenn sie nicht gemeinsam aufgewachsen sind, heißt es in dem Journal.

dpa/cl>

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Der Standard
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10.1.2012: <Telomere: Wie sich die Lebensdauer vorhersagen lässt>

aus: Der Standard online; 10.1.2012;
http://derstandard.at/1325486087861/Telomere-Wie-sich-die-Lebensdauer-vorhersagen-laesst

<Zebrafinken in jungem, mittlerem und reifem Alter (von links nach rechts). Anhand der Telomere von Jungtieren können Forscher abschätzen, wie alt die Tiere werden.

Forscher haben bei Vögeln einen Indikator gefunden, mit dem man sehr früh abschätzen kann, wie lange die Tiere leben werden

Unklar ist, ob die Länge der sogenannten Telomere auch beim Menschen so aussagekräftig ist.

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Washington/Wien - Will man es wirklich bereits in der Kindheit wissen, wie lange man im Idealfall leben wird? Wahrscheinlich nicht. Abgesehen davon ist die Frage zumindest für Menschen noch ziemlich hypothetisch. Denn noch sind Prognosen über die individuelle Lebenserwartung eines Menschen nicht viel mehr als Hellseherei.

Doch das könnte sich womöglich aufgrund einer neuen Studie ändern, die Forscher um Pat Monaghan von der Uni Glasgow an Zebrafinken durchgeführt haben. Die Wissenschafter zeigten nämlich, dass die Länge der sogenannten Telomere bei Vögeln, die nur 25 Tage alt waren, erstaunlich genaue Vorhersagen über ihre Lebenserwartung - Zebrafinken können in Gefangenschaft immerhin bis zu neun Jahre alt werden - möglich machen.

Telomere sind die aus repetitiven DNA-Sequenzen bestehenden Enden der Chromosomen. Je öfter sich Zellen teilen, desto kürzer werden diese "Schutzkappen", die in gewisser Weise den verstärkten Enden von Schuhbändern ähneln. Sind sie aufgebraucht, dann kann das zu Schädigungen der Zellen führen. Für die Aufklärung des Mechanismus, dessen Bedeutung für die biologische Altersforschung schnell klar war, wurde erst 2009 der Nobelpreis für Medizin verliehen. Die Altersforschung mittels Telomeren steht allerdings erst am Anfang. Die neue Untersuchung der britischen Forscher im Fachblatt PNAS könnte allerdings einen großen Fortschritt darstellen, vermuten auch befragte Kollegen.

Monaghan und  ihre Kollegen entnahmen 99 frisch geschlüpften Zebrafinken Blutproben und maßen die Länge ihrer Telomere. Diese Tests wurden wiederholt, solange die Tiere lebten. Das erste Tier starb bereits nach einem halben Jahr, das letzte erst nach neun Jahren. Die Zebrafinken, die am längsten lebten, verfügten immer auch über die längsten Telomere. Der beste Prädiktor war aber die Länge im Alter von nur 25 Tagen - was beim Menschen dem Alter kurz vor dem Einsetzen der Pubertät entspricht.

Das ist für Monaghan ein Hinweis darauf, wie wichtig Vorgänge am Beginn des Lebens sind. Darüberhinaus halten sich die Studienautoren mit Schlussfolgerungen noch zurück. Telomerforscher Duncan Baird, ebenfalls von der Uni Glasgow betont, dass die Übertragung auf den Menschen problematisch sei, da wir viel länger und in einer sehr viel heterogeneren Umgebung leben. Zudem könne man aufgrund der Daten der Untersuchung nicht eindeutig sagen, dass Telomere die treibende Kraft der Alterungsprozess sind.

Die Forscher wollen daher zunächst einmal noch mehr darüber herausfinden, wie die frühen Lebensbedingungen die Verkürzung der Telomere beeinflussen. Und welchen Einfluss Vererbung und Umweltfaktoren haben. (tasch/DER STANDARD, Printausgabe, 11.01.2012)>

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Financial
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11.1.2012: Vögel, die sich nicht baden können, haben verdrecktes Gefieder und können weniger schnell flüchten und werden misstrauischer

aus: Financial Times Deutschland online: Verhaltensforschung: Badeverbot verstört Vögel; 11.1.2012;
http://www.ftd.de/wissen/natur/:verhaltensforschung-badeverbot-verstoert-voegel/60152906.html

<Nur ein sauberer Star ist auch ein glücklicher Star

Was passiert, wenn Stare nicht planschen können? Dieser Frage gingen britische Forscher auf den Grund - und weisen nach, dass sich ungewaschene Tiere anders verhalten als ihre sauberen Artgenossen.

Auch für Federvieh ist eine regelmäßige Körperpflege wichtig, denn schmutzige Vögel sind besonders misstrauisch. Das haben Wissenschaftler bei Experimenten mit Staren herausgefunden. Die ungewaschenen Vögel fühlen sich demnach wesentlich leichter bedroht als ihre sauberen Artgenossen - mit einem verschmutzten Federkleid können die Stare bei Bedrohung schlechter fliehen, schreiben Ben Brilot und Melissa Bateson von der britischen Universität Newcastle im Fachjournal "Biology Letters".
"Vögel, die nicht gebadet haben, sind nicht nur schmutziger, sondern auch misstrauischer der Welt gegenüber", schreiben die Forscher. Wenn Stare über einen langen Zeitraum ohne Badewasser auskommen müssen, könnte dies zu chronischem Stress oder übertriebener Ängstlichkeit führen, vermuten die Forscher.

Für ihre Versuche stellten sie einer Gruppe von Staren Wasser zum Planschen zur Verfügung, während die anderen Vögel drei Tage lang kein Bad nehmen konnte. Dann spielten die Forscher einen Alarmruf eines Artgenossen ab, der vor einem Feind warnte.

Die Reaktion der beiden Gruppen war sehr unterschiedlich: Die schmutzigen Tiere brauchten länger, bis sie wieder zu fressen begannen und waren dabei deutlich wachsamer als die sauberen. Diese gingen sehr viel schneller wieder zur Nahrungsaufnahme über. Ihr Fressverhalten war zudem ruhiger: Sie hielten seltener als die andere Gruppe den Kopf in die Höhe, um Gefahren zu sondieren.

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11.1.2012: <Afrikanisches Usutu-Virus ist schuld: Amsel-Population sinkt>

aus: n-tv online; 11.1.2012;
http://www.n-tv.de/wissen/Amsel-Population-sinkt-article5190431.html

<Durch einen afrikanischen Virus geht die Amsel-Population in Deutschland zurück. Das ergibt eine Zählaktion des Naturschutzbundes. Demnach ist der Rückgang vor allem dort zu spüren, wo das Usutu-Virus bereits nachgewiesen wurde.

Das tropische Usutu-Virus hat der Amsel-Population in Deutschland zugesetzt. Die ersten Ergebnisse der bundesweiten Mitmachaktion "Stunde der Wintervögel" zeigten, dass am vergangenen Wochenende etwa ein Drittel weniger Amseln gezählt wurden als noch bei der Zählung vor einem Jahr, teilte der Naturschutzbund (Nabu) in Berlin mit. "Die stärksten Rückgänge gibt es im Dreiländereck zwischen Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen und damit genau dort, wo im letzten Sommer eine Viruskrankheit zu einem Amselsterben geführt hatte", sagte Nabu-Vogelexperte Markus Nipkow.

Das Usutu-Virus stammt ursprünglich aus Afrika. Vor mehr als zehn Jahren wurde der Erreger erstmals bei toten Vögeln in Europa nachgewiesen. Bei Vögeln kann das Virus unter anderem zu Bewegungsstörungen und Apathie führen.

Auswirkungen des Klimawandels prüfen

Naturschützer hatten am vergangenen Wochenende zu der bundesweiten Zählung von Wintervögeln aufgerufen. Noch bis zum kommenden Montag (16. Januar) können Tierfreunde ihre Beobachtungen an Futterhäuschen, in Gärten, auf Balkonen oder in Parks melden. Durch die Aktion erhoffen sich die Naturschützer Erkenntnisse darüber, welche Vogelarten sich in der kalten Jahreszeit in Deutschland aufhalten und wie sich der Klimawandel auf die winterliche Vogelwelt auswirkt.

Bisher seien etwa 25.000 Einsendungen mit mehr als einer Million Vogelbeobachtungen ausgewertet worden, hieß es. "Vielerorts fehlen die typischen Wintergäste aus dem Norden wie Bergfinken oder Erlenzeisige", sagte Nipkow. Grund sei der milde Winter.

dpa>

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Spiegel
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12.1.2012: Pistenvorland am Flughafen muss vogelfrei gehalten werden - und die natürlichen Massnahmen

aus: Vogelvergrämer am Flugplatz: Alle Vögel sind schon weg; 12.1.2012:
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,808596,00.html

<Von David Krenz

Mission vogelfrei: Zusammenstöße zwischen Vogel und Flugzeug können verhängnisvoll enden. Profis an der Landebahn sollen das Federvieh fernhalten. Statt scharf zu schießen, lassen sie lieber Gras wachsen.

Am Horizont zeichnet sich Arbeit ab. Steffen Mäder starrt durch die Windschutzscheibe. Hunderte Wildgänse, in V-Formation ziehen sie quer an der Startbahn vorbei. Befände sich jetzt eine Maschine im Anflug, würde er sofort die Kollegen im Tower informieren. Der Pilot müsste Warteschleifen drehen. Doch Entwarnung, kein Flugzeug in Sicht, das Funkgerät bleibt stumm.

Mäder, 41, ist der Vogelschlagbeauftragte des Dresdner Flughafens. Damit die Flieger sicher starten und landen können, nimmt er sich all jener Geschöpfe an, die es sich auf dem Gelände bequem machen.

Es kommt nicht selten vor, dass Flugzeug und Federvieh aufeinandertreffen: Alljährlich gehen beim deutschen Vogelschlagkomitee, dem DAVVL, zwischen 1000 und 1300 Meldungen ein. Zwar ist die Zahl der Schadensfälle in den letzten Jahren gesunken, doch die Begegnungen bleiben oft folgenreich. Erst Ende Oktober musste ein Ferienflieger wegen Vogelschlags zum Flughafen Hamburg zurückkehren.

Manchmal droht mehr als eine verspätete Ankunft. Vor drei Jahren flog ein Airbus kurz nach dem Start vom New Yorker La Guardia Airport in einen Schwarm Kanadagänse - der wohl spektakulärste Fall der vergangenen Jahre: Beide Triebwerke fielen aus. Weil der Pilot die Maschine auf dem Hudson notwassern konnte, blieben die 155 Passagiere unverletzt. Der Pilot, Chesley B. Sullenberger, gilt seither als "Held vom Hudson".

Letztes Mittel: Tödlicher Schuss

Die meisten Vogelschläge passieren während der Start- oder Landephasen, in Höhen unterhalb von 150 Metern. Auf jedem Flughafen fahren deshalb die schwarz-gelb-gescheckten Autos der Verkehrsaufsicht Streife. In Dresden schreitet zusätzlich ein Mitarbeiter den zwölf Kilometer langen Außenzaun ab. "Wir achten auf alles, was größer ist als eine Amsel", sagt Mäder.

Er koordiniert die Einsätze und fährt heute selbst raus. Am Hangartor hocken vier Krähen. Wären es mehr, müsste er einschreiten. "Dann fahr ich nah mit dem Auto ran, hupe vielleicht noch, und gucke, ob die wegfliegen." Bleiben sie sitzen, lädt er den Schreckschussrevolver. Die Böller sausen bis zu 50 Meter weit, pfeifen und knallen dabei.

Scharfe Munition fliegt auch. Viele der Vogelschlagbeauftragten besitzen einen Jagdschein. "Man muss nur ein paar der Tiere erledigen", sagt Mäder. "Die anderen wissen dann schon: böse Gegend, bloß weg hier." Der tödliche Schuss sei jedoch immer das letzte Mittel. In anderen Teilen der Welt mache man deutlich häufiger kurzen Prozess. "Die amerikanischen oder britischen Bird Controller fahren große Jeeps mit Suchscheinwerfern und ballern in der Gegend rum", sagt er. "Dort herrscht richtig Action."

[Die spezielle Bepflanzung: Langgras und dicht wuchernde Kräuter, so dass Raubvögel die Mäuse nicht mehr sehen]

In Deutschland lässt man lieber Gras wachsen. Biotopmanagement nennt sich das; die wichtigste Aufgabe der Vogelschlagbeauftragten. Die Wiesenflächen sind so zu beackern, dass dort niemand mehr nisten oder jagen will. Dafür wird spezielles Saatgut geordert: Langgras, kniehohe Halme, dazu dicht wuchernde Kräuter. Mäders Erklärung: "Greifvögel sehen die Maus nicht mehr."

Kadaver landen in die Tiefkühltruhe

[Müllvermeidung]

Die Wachstumsstrategie hat sich erst in den letzten 20 Jahren durchgesetzt. "Als ich in den Achtzigern angefangen habe, liefen hier noch Schafe rum", sagt er. An deren Hinterlassenschaften taten sich die Vögel gütlich. Heutzutage muss er höchstens prüfen, dass die Leute vom Catering keine Essensreste vor der Tür stehen lassen. Möwen mögen Müll.

Ebenfalls auf menschliche Unbedarftheit führt Mäder eine weitere tierische Begegnung auf seiner Kontrollrunde zurück. Auf einem Warnschild am Rande der Landebahn hockt ein Greifvogel, dunkelbraunes Gefieder. Eigentlich sollte ihn Stacheldraht am Draufsitzen hindern. Doch der ist platt. "Da hat wohl einer beim Festmachen mit dem Hammer draufgekloppt."

War übrigens ein Mäusebussard, schiebt er nach. Vogelarten aus der Distanz bestimmen - nach 20 Jahren Vogelverscheuchen keine große Sache für den gelernten Flugzeugtechniker.

Immer wieder kommt er den Tieren näher, als ihm lieb ist. Die Wirbelschleppen, mächtige Luftverwirbelungen hinter den Flugzeugtragflächen, sind tödliche Gefahrenherde. Alle Kadaver werden eingesammelt und nummeriert. Dann landen sie in der Tiefkühltruhe. Die 119, einen Turmfalken, hat es auf der Rollbahn im Abschnitt D erwischt.

Tot oder lebendig - jede Beobachtung wird gründlich dokumentiert. Tauchen vermehrt Enten auf, hat sich bestimmt irgendwo eine Wasserstelle gebildet. Schwärme von Staren deuten darauf hin, dass auf dem Gelände verlockende Früchte wachsen. Als sich nach dem regenreichen Frühjahr vor zwei Jahren Hunderte Haustauben um die sprießende Vogel-Wicke scharten, wurden die Mähmaschinen früher als üblich bestellt.

Füchse und Falken als natürliche Feinde

In anderen Fällen lässt man der Natur ihren Lauf. "Was wir am Flughafen gerne sehen, sind Füchse", sagt Mäder. Zehn seien es dieses Jahr. Deren bevorzugte Beute: Mäuse und Bodenbrüter. "Naturschützer finden das nicht so toll, uns aber erleichtert es die Arbeit."

Auch auf anderen Flughäfen setzt man auf natürliche Feinde. In Stuttgart wurden vier künstliche Fuchsbauten angelegt, in Düsseldorf schicken die Vergrämer dressierte Wüstenbussarde und Wanderfalken auf die Jagd.

Der Dresdner Flughafen hat keinen Falkner engagiert. Mit 35.000 Starts und Landungen im Jahr zählt er zu den kleineren Flughäfen Deutschlands, nicht mehr als zehn Vogelschläge werden alljährlich registriert. "In Düsseldorf haben sie zwar genauso viele Tiere, aber drei bis vier Mal mehr Vorfälle", so Mäder.

Ende der Patrouille. Wie erwartet blieb die Luft rein. "Die großen Züge Richtung Süden sind längst durch", sagt er. Erst im Frühjahr kehrt die ganze Vogelschar zurück. Zumindest auf den Flughäfen dürfte die Wiedersehensfreude nicht groß ausfallen.>

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Welt online,
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29.1.2012: <Einwanderung: Papageien machen sich im Rheinland breit> - Hansbandsittiche in den Grossräumen Düsseldorf und Köln

aus: Welt online; 29.1.2012;
http://www.welt.de/wissenschaft/article13828914/Papageien-machen-sich-im-Rheinland-breit.html

<Autor: Ulrike Hofsähs

Diese beiden wildlebenden Halsbandsittiche kämpfen nicht etwa in Delhi, sondern in Düsseldorf um Futter

In indischen Städten sind Halsbandsittiche so häufig wie hier die Tauben. Der grellgrüne und laut kreischende Vogel ist inzwischen aber auch im Rheinland zuhause. Fachleute sehen das mit Sorge.

Ein Papagei wird im Rheinland heimisch. Auf der Düsseldorfer Königsallee zum Beispiel gehört der Halsbandsittich inzwischen zum alltäglichen Bild. Die grellgrünen Vögel sind an Futterstellen, Parks und Balkonen zu sehen und schlafen auf Bäumen mitten in der Stadt.

"Es gibt etwa 1000 Halsbandsittiche im Großraum Düsseldorf", schätzt der Vogelexperte Tobias Krause. In Köln sind es vielleicht doppelt so viele. Die possierlichen grünen Tiere verbreiten auch in Bonn seit Jahrzehnten ein tropisches Flair. Eigentlich sind die Papageien in Afrika und Asien zu Hause.

Der Siegeszug des fremden Vogels hat 1967 angefangen. Damals wurden in Köln die ersten Halsbandsittiche in freier Natur nachgewiesen. "Sie sind sehr wahrscheinlich aus Haltungen entflogen oder freigesetzt worden", erklärt das Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn.

Nach aktuellen Schätzungen gibt es in Deutschland inzwischen etwa 8500 wildlebende Halsbandsittiche. Schwerpunkte sind laut BfN Düsseldorf, Köln, Bonn, Wiesbaden und Heidelberg.

Im milden Rheinland ist der grellgrüne Papagei inzwischen häufig zu sehen. Derzeit wird er beim Bonner BfN als "potenziell invasiv" angesehen. Beim Bundesamt läuft ein Forschungsprojekt, in dem Experten die Auswirkungen gebietsfremder Vogelarten auf die heimische Flora und Fauna beurteilen. Im Herbst 2012 lägen Ergebnisse vor, sagt Andreas Krüß, der Abteilungsleiter Artenschutz beim BfN.

Die deutschen Fachleute beobachten auch, ob der in Höhlen brütende Halsbandsittich seltenen einheimischen Arten Konkurrenz macht. Hinweise darauf gebe es aber bislang nicht, meint Krüß.

Andere große Kolonien des grünen Vogels gibt es in Belgien, den Niederlanden und England. In einigen Großstädten Indiens ist der Halsbandsittich so häufig, dass er mit den Straßentauben in Europa verglichen wird.

"Die Zahl der gebietsfremden Arten ist insgesamt stark angestiegen", berichtet Artenschutz-Fachmann Krüß: Gründe sind der zunehmende Handel, auch mit exotischen Tieren und Pflanzen. Beispiele für Invasoren sind Waschbär, Nilgans und Bisamratte, die ursprünglich hierzulande nicht vorkamen und sogar teils bekämpft werden. Das Landesumweltamt von NRW bittet darum, deren Verbreitung im Neobiota-Portal per Internet zu melden.

Dass der etwa 40 Zentimeter lange große Papagei sich so weit nördlich einnisten konnte, liegt wohl am milden Klima am Rhein, dem reichlich vorhandenen Futter und Nistplätzen. "Sie sind großherrschaftlich veranlagt", meint Tobias Krause, der bei der Unteren Landschaftsbehörde der Stadt Düsseldorf für wildlebende Tiere zuständig ist.

"Psittacula krameri" bezieht gerne große alte Bäume. Und die stehen eben oft in Parks oder den Gärten von Schlössern – etwa von Brühl, im Bonner Stadtteil Poppelsdorf oder in Düsseldorf-Kalkum.

Die männlichen Halsbandsittiche tragen den namengebenden schwarzen Ring um den Hals. Auch in Düsseldorf versammeln sich grünen Vögel nachts. Die Schlafbäume liegen mitten in der Stadt auf einer Insel in einem See. Ihre schrillen Schreie sind nicht zu überhören.

Für Tobias Krause sind die Sittiche eine Kuriosität: "So bunt und extravagant, das passt zum karnevalistischen Rheinland".

dpa>

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Basler
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6.2.2012: Neues "Vogelschutzglas" schützt Vögel und Menschen gleichzeitig

aus: Basler Zeitung online: Neues Glas rettet Vögel vor dem Tod; 6.2.2012;
http://bazonline.ch/wissen/technik/Neues-Glas-rettet-Voegel-vor-dem-Tod/story/11601447

<Von Dominik Balmer

Jahrelang haben Entwickler der Bützberger Firma Glas Trösch und der Vogelwarte Sempach an einem neuen Glastyp gearbeitet. Jetzt ist er marktreif: Das Glas kann Tausende Vögel vor dem Tod bewahren.

Die Zahl klingt brutal: Pro Jahr sterben in der Schweiz Hunderttausende Vögel, weil sie im Flug mit Glasscheiben kollidieren, die sie nicht sehen. Laut der Schweizerischen Vogelwarte in Sempach LU ist der «Tod an Scheiben» eines der grössten Vogelschutzprobleme hierzulande. Oft sind etwa Spechte betroffen, weil sie zwar schnell fliegen, aber nicht besonders wendig sind.

Das hat Roman Graf damals im Jahr 2003 nicht gewusst. Der Leiter Entwicklung und Verarbeitung der Bützberger Firma Glas Trösch suchte mit seinem Team nach einer Möglichkeit, Glas zu markieren. Eine Art Stempel sollte zeigen, dass ein bestimmter Test durchgeführt wurde. Die Entwickler pröbelten auch mit UV-Licht, einer für Menschen unsichtbaren Strahlung.

«Für uns zählt nur der Schutz»

Acht Jahre später in der Vogelwarte Sempach: Ingenieur Graf sitzt am Tisch eines Konferenzzimmers. Mit dabei ist Ornithologe Hans Schmid von der Vogelwarte. Der Grund für das Treffen: die neuen Trösch-Gläser der Linie «Birdprotect», die seit kurzem auf dem Markt sind. Entwickelt wurden die Gläser vom Team um Ingenieur Graf und der Vogelwarte. Die Gläser verhindern, dass die Tiere in die Scheiben fliegen und sterben. Bis zu sage und schreibe 90 Prozent weniger Kollisionen verzeichnete die Vogelwarte bei Tests. «Eine Win-win-Situation», sagt Graf. Das Interesse dürfte riesig sein, Anfragen aus den USA liegen vor. Auch Schmid ist glücklich: «Für uns zählt nur der Schutz der Vögel. Verdienen wollen wir nicht.»

Die Ingenieure von Glas Trösch hatten 2003 «etwas Spannendes entdeckt», sagt Graf. Sie fanden heraus, dass speziell verarbeitetes Glas UV-Strahlen fast vollständig schlucken kann. Ein Entwickler aus dem Team machte die Verbindung ins Tierreich. Er wusste, dass manche Vögel UV-Licht sehen können. Sie verfügen im Gegensatz zu den Menschen über vier und nicht nur drei Farbkanäle. So sehen einige Vögel den Urin der Mäuse vermutlich fluoreszierend. Und eine reife Zwetschge sieht für die Tiere wegen ihrer Oberfläche, die UV-Licht reflektiert, anders aus als eine unreife.

Versuche in Flugkanälen

Als 2004 ein Kontakt aus Bützberg hergestellt wurde, bissen die Experten bei der Vogelwarte sofort an. Es war zwar schon möglich, Glas zu markieren, sodass die Vögel nicht kollidierten. Aber für das oft genutzte Sonnenschutzglas, das zur Verbesserung des Raumklimas stark spiegelt, gab es keine Lösung. «Das war ein Problem», sagt Schmid. Denn Vögel fliegen nicht nur in Fenster, wenn sie zum Beispiel den Strauch dahinter anpeilen. Sie können auch in Scheiben prallen, wenn sie die sich spiegelnde Landschaft anfliegen wollen.

Der Zusammenarbeit der Vogelwarte und des Oberaargauer Industriebetriebs stand nichts mehr im Weg. Die Ingenieure von Glas Trösch lieferten die manipulierten Gläser, die Vogelwarte testete die Scheiben und schickte die Auswertung zurück nach Bützberg. «Es war wie ein Ping-pong», sagt Ingenieur Graf. Die Versuche der Vogelwarte fanden im Feld oder in Flugkanälen statt, und zwar mit eingefangenen Vögeln. Tiere kamen keine zu Schaden. Dafür sorgten kaum sichtbare Netze vor den Scheiben, die die Vögel sanft bremsten.

Als feststand, welche Systeme brauchbar sind, folgte der letzte Härtetest: Für den Bau der Sporthalle Kottenmatte in Sursee LU verwendete der Architekt die neuen Schutzgläser. Diese wurden im Wechsel mit konventionellen Fenstern eingesetzt. Das Resultat war für die Vogelwarte laut Schmid «sehr gut». In anderthalb Jahren verzeichnete der Ornithologe 38 Vogelkollisionen auf den Fenstern. Wobei nur gerade 4-mal das neue Schutzglas betroffen war.

Struktur bricht Spiegelung

Durchgesetzt haben sich drei Prinzipien: eine Reduktion der Spiegelung, ein markantes Muster im oder auf dem Glas sowie eine feine, eingebrannte Struktur, die die Spiegelung bricht. Dass es bei einer reduzierten Spiegelung und einem markanten Muster weniger Kollisionen gibt, klingt logisch. Das dritte System ist komplizierter, Ingenieur Graf erklärt es so: Es sei anzunehmen, dass die Struktur im Glas das Spiegelbild für den Vogel verzerrt erscheinen lasse. Vermutlich hängt das mit dem zusätzlichen UV-Kanal zusammen.

Allerdings kann selbst Ornithologe Schmid dies nicht mit letzter Gewissheit beantworten. Das Gespann Glas Trösch/Vogelwarte will denn vorerst auch weiterforschen. «Wir wissen noch nicht alles», sagt Schmid. Aber das sei auch nicht entscheidend. «Wichtig ist, dass es funktioniert.» (Berner Zeitung)>

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7.3.2012: Vogelküken spucken bei Gefahr

aus: n-tv online: Speiübel vor AngstVogelküken spucken bei Gefahr; 7.3.2012;
http://www.n-tv.de/wissen/Vogelkueken-spucken-bei-Gefahr-article5691751.html

<Die kleinen Blauracken haben eine ganz besondere Methode, ihren Vogeleltern mitzuteilen, dass etwas nicht stimmt - indem sie eine orange Flüssigkeit ausspeien. Beobachtungen zeigen, dass die Eltern sich daraufhin viel vorsichtiger verhalten.

Bei Gefahr speien bestimmte Vogelküken eine orange Substanz aus - und ihre Eltern erkennen am Geruch der "Spucke", dass etwas nicht stimmt. Die Blauracken verhielten sich dann deutlich vorsichtiger, berichten spanische Forscher in den "Biology Letters" der britischen Royal Society. Blauracken, auch Mandelkrähen genannt, sind dank ihres türkisblauen Gefieders kaum zu verwechseln. Die Höhlenbrüter kommen vor allem im südlichen und südöstlichen Europa vor, aber auch in Nordafrika und Asien.

Das Team um Deseada Parejo vom Forschungsinstitut CSIC-EEZA in Almeria hatte zunächst herausgefunden, dass Blaurackenküken eine orange Flüssigkeit ausspeien, wenn sie in ihren Nistkästen gestört werden. Möglicherweise schrecke die Substanz Fressfeinde durch widerlichen Geschmack ab, mutmaßen die Forscher in den "Biology Letters". Dies müsse noch untersucht werden - belegt sei aber bereits, dass die "Spucke" den Eltern als Warnsignal dient.

Zitronenessenz hat keinen Effekt

Die Wissenschaftler hatten dafür neun Nistkästen mit Küken, von denen das älteste jeweils zehn Tage alt war, innen mit einem Milliliter der ausgespienen Flüssigkeit bestrichen. Das Verhalten der Vogeleltern wurde jeweils davor und danach gefilmt und ausgewertet. Die Blauracken flogen die nach dem Erbrochenen riechenden Nester demnach deutlich zögerlicher an und versorgten die Küken vorsichtiger und zurückhaltender mit Futter. Bei zum Vergleich mit Zitronenessenz bestrichenen Nestern zeigte sich kein solcher Effekt.

Die Ergebnisse seien ein weiterer Beleg dafür, dass der Geruchssinn sehr wohl auch bei Vögeln große Bedeutung besitze, schreiben die Forscher. Der "Geruch der Angst" sei bei vielen Tierarten und auch beim Menschen, der bei Gefahr verstärkt zu schwitzen beginne, ein wichtiges Signal. Nicht nur Säugetiere, sondern etwa auch Insekten gäben bei Gefahr spezielle Substanzen ab. Von Eissturmvögeln (Fulmarus glacialis) sei bekannt, dass sie sich gegen Nesträuber verteidigen, indem sie diese mit einer öligen Substanz aus dem Magen bespeien.

Quelle: n-tv.de, dpa>

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Montevideo (Uruguay) 28.4.2012: Falken in der Stadt sollen Tauben vertreiben

aus: n-tv online: Montevideo schafft "ungastlichen Raum"Falken sollen Tauben vertreiben; 28.4.2012;
http://www.n-tv.de/panorama/Falken-sollen-Tauben-vertreiben-article6138326.html

<In der von zahllosen Tauben geplagten Stadt Montevideo gehen jetzt Falken auf die Jagd. Die vielen Tauben beschädigten die Gebäude in der Hauptstadt Uruguays, verschmutzten die Plätze und bedrohten die Gesundheit, sagte der für die Aktion verantwortliche Unternehmer Manuel Maier der Nachrichtenagentur AFP. Seine Firma trainiert Falken, die im Kampf gegen andere Arten eingesetzt werden.

"Unsere Arbeit ist die natürliche Kontrolle", sagte Maier. "Wir töten die Tauben nicht, aber wir schaffen einen ungastlichen Raum, damit sie weiterziehen." Pablo Anzalone, Leiter des Gesundheitsamts, bestätigte, dass viele Hauptstadtbewohner die Tauben als wirkliche Plage betrachteten. Mit ihren Exkrementen verbreiteten die Vögel Krankheiten und Parasiten, sagte er. Bis ein Ort taubenfrei ist, dauert es nach Angaben von Maier "ein bis drei Monate" - je nachdem, wie viele Tauben dort leben.

Quelle: n-tv.de, AFP>

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20.4.2012: Vogelwelt: Afrikanischer Virus bedroht Amseln

aus: Financial Times Deutschland online: Vogelsterben befürchtet Afrikanischer Virus bedroht Amseln;
http://www.ftd.de/wissen/natur/:vogelsterben-befuerchtet-afrikanischer-virus-bedroht-amseln/70024771.html

<Wissenschaftler haben in überwinternden Mücken einen Erreger nachgewiesen, dem im vergangenen Jahr zahlreiche Amseln zum Opfer fielen. Die sogenannten Usutu-Viren können auch auf den Menschen übertragen werden.

Deutsche Forscher befürchten für diesen Sommer wieder ein Amselsterben durch afrikanische Usutu-Viren. Zwar seien die Erreger bislang nicht bei toten Vögeln nachgewiesen worden, wohl aber in überwinternden Stechmücken. Dies teilte unter anderem das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) am Donnerstag in Hamburg mit. Die durch Mücken übertragene Infektion hatte im vergangenen Jahr zahlreiche Vögel in der Rheinebene und angrenzenden Gebieten befallen und getötet.

Usutu-Viren wurden bereits 2010 in deutschen Stechmücken (Culex pipiens) gefunden und können auf den Menschen übertragen werden.

Experten des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu), der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs), der Universität Heidelberg sowie des BNI fordern die Bevölkerung auf, tote Vögel zu melden und gegebenenfalls einzuschicken.

"Wir haben bewiesen, dass das Usutu-Virus in einheimischen Stechmückenarten überwintert hat und somit im Frühsommer wieder Amseln in Deutschland infiziert werden können", wird der wissenschaftliche Leiter der Aktionsgemeinschaft, Norbert Becker, zitiert. Für die bisher untersuchten toten Vögel aus diesem Frühjahr gibt es hingegen Entwarnung. Die Schnelltestergebnisse auf Usutu-Viren waren bei 25 eingesendeten toten Vögeln nach Angaben des BNI alle negativ. Laut Nabu ist ein Ausbruch der Erkrankung von der Witterung abhängig und im Spätfrühjahr oder Sommer zu erwarten. Die Viren könnten je nach Stechmückenbestand durchaus auch auf Vögel benachbarter Gebiete übertragen werden.

Fieber, Kopfschmerzen und Gehirnentzündung

Im vergangenen Juni hatten sich die Meldungen über Funde toter Vögel vermehrt, vor allem in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Den Angaben zufolge waren daraufhin 223 Vögel aus 19 Arten untersucht worden. Davon waren 86 mit den Viren infiziert, darunter 72 Amseln. Außerhalb von Afrika waren die Viren erstmals 2001 in und um Wien aufgetreten, im Jahr 2009 erkrankten zwei immungeschwächte Patienten in Italien daran. Die Infektion gehe mit Fieber, Kopfschmerzen und Hautausschlägen einher und könne im schlimmsten Fall eine Gehirnentzündung auslösen, hieß es bereits im vergangenen Jahr.

Infizierte Vögel zeigen oftmals ein zerzaustes Gefieder und Verhaltensauffälligkeiten und sollten gemeldet werden. Tote Vögel sollten an das BNI, die Aktionsgemeinschaft oder ein örtliches Veterinäramt geschickt werden. Der Nabu stellt dazu Informationen und Adressen auf der Website www.nabu.de zusammen. Die Institutionen weisen darauf hin, dass Finder ihre Hände mit Handschuhen oder Plastiktüten schützen und anschließend reinigen sollten.>


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Fotoquellen
[1] Diclofenac, Schachtel:
http://www.oubari.com/modules.php?op=modload&name=My_eGallery&file=index&do=showpic&pid=49
Totenkopf: http://www.pogo-shop.de/oscommerce/catalog/product_info.php?products_id=356


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